Selbst ist der Mann - und die Frau: Diese Werkzeuge sollte jeder zu Hause haben

Egal ob Eigentum oder Miete: Es gibt frei nach einer Fernsehwerbung "immer was zu tun". Um nicht ständig auf teure Handwerker zurückgreifen zu müssen, hilft es, sich ein Grundrepertoire an Heimwerkerfähigkeiten anzueignen. Was braucht es dafür? Natürlich Werkzeug. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Egal, ob man einen Bilderrahmen aufhängen oder die Bodenleiste befestigen möchte: Ein Hammer und Nägel sind im Haushalt unverzichtbar. Nach nur wenigen Anwendungen kann jeder geschickt damit umgehen - und dicke Daumen vermeiden! Bei der Auswahl kommt es natürlich auf den Zweck an ...
Nagel krumm oder an der falschen Position? Mit dem Nagelheber des Zimmermannshammers ist der Metallstift schnell wieder draußen.
Zaghafter, doch kraftvoll ist der Gummihammer. Damit lässt sich per Schlag auch dort Druck ausüben, wo ein Metallhammer Schäden verursachen würde - ob beim Pflastern oder auch beim Möbelaufbau.
Ein kleines Set Schraubendreher ist ebenfalls vonnöten. Die Unterschiede liegen in der Größe und Art der Spitze. Je drei Schlitz- und Kreuzschlitzdreher in verschiedenen Größen sind ein Anfang. Schrauben hinein- oder herausschrauben, sie festziehen oder lösen sowie ein Mitdrehen blockieren: Die Dreher sind ständig im Einsatz.
Nur für Fortgeschrittene: Ein besonderer Schraubendreher ist der Phasenprüfer. Die Spitze wird zur Messung an einen zu prüfenden Leiter gehalten. Leuchtet die Glimmlampe im Griff des Drehers, fließt noch Strom durch das Gerät, die Steckdose oder die Lampe.
Nicht nur als Automechaniker, auch als Heimwerker kommt man bei vielen Arbeiten nicht ohne ein mindestens sechsteiliges Schraubenschlüssel-Set aus - etwa für Arbeiten an Fahrrad oder Möbeln. Diese Zweiendkombination heißt Ring-Maulschlüssel und ist besonders empfehlenswert für alle Eventualitäten.
Leichter fallen Schraubarbeiten mit der Ratsche (auch: Knarre). Diese erlaubt durch ihre Leerlauffunktion, nicht immer neu ansetzen zu müssen. Der nötige Satz Steckschlüssel ist im Normalfall beim Ratschenkauf dabei.
Apropos Erleichterung: Ein Akkuschrauber lohnt sich, wenn es nicht nur bei ein, zwei Schrauben im Jahr bleibt. Hier lässt sich Zeit und Kraft sparen. Auf dieser Liste ist er immerhin das einzige elektrische Gerät.
Schraubendreher-Bits sind bei den meisten Akkuschraubern dabei.
Ein weiterer Kaufgrund für einen Akkuschrauber ist natürlich auch, dass fix aus ihm ein Akkubohrer wird. Für Wände sind die oberen stumpfen Bohrer-Bits gedacht, die unteren spitzen für Holz. Die stromgebundene Schlagbohrmaschine hat mehr Power, was aber nur in Einzelfällen nötig ist.
Das Teppichmesser ist nicht nur für die namensgebenden Textilien ein geeignetes Schneidewerkzeug. Für kleine Bastelarbeiten und dem Arbeiten mit weichen Materialien wie Karton ist das auch Cutter genannte Messer mit Abbrechklinge und Fixierung immer zur Stelle.
Kabel, Drähte und andere schmale Teile lassen sich leicht mit einem Seitenschneider kürzen. Zudem ist die Zange geeignet, Isolierungen mit etwas Fingerspitzengefühl aufzutrennen, sodass man an die Leiter kommt.
Klempnerarbeiten sollten sich nur fortgeschrittene Heimwerker zutrauen. Die Rohrzange ist aber auch bei anderen Arbeiten im Einsatz - etwa als handlicher, mobiler Klemmstock zum Festhalten von Material.
Eine kleine Metallsäge macht sich ebenso gut in der heimischen Sammlung. Aluminium- und Kupferrohre oder -leisten lassen sich damit in die gewünschte Form und Länge bringen.
Wer vorhat, mehr mit Holz zu arbeiten, braucht eine Holzsäge wie diesen Fuchsschwanz. Tatsächlich ist beim Sägen aber mehr Geschick und Genauigkeit gefragt, als manche/r denkt. Im Baumarkt schneidet man sonst auch gerne die Stücke zurecht.
Schleifpapier und Feilen sorgen für ein sauberes und angenehmes Finish. Unterschiedliche Körnungen entscheiden darüber, wie fein die Holz- und Metalloberflächen letztendlich werden.
Um keine spitzen und gefährlichen Späne oder Funken in die Augen zu bekommen, ist beim Bohren, Sägen, Raspeln und Hobeln das Tragen einer Schutzbrille dringend empfohlen.
Präzision ist alles beim Heimwerken, ein Maßband ist daher unerlässlich. Ein Rollbandmaß (im Bild) etwa erleichtert das Ausmessen bei teils schwer zugänglichen Objekten.
Häufig reicht aber auch ein Zollstock (auch: Gliedermaßstab), der für gewöhnlich zwei Meter abdeckt.
Die Wasserwaage hilft dabei, Objekte auszurichten und gerade Linien zu ziehen - sowohl horizontal als auch vertikal. Orientierung liefern die sogenannten Libellen, in denen eine Luftblase, meist in Ethanol, "schwimmt". An den Eichstrichen und der Position der Luftblase erkennt man den richtigen Winkel.