Diese Textilien sollten Sie besser nicht in den Trockner geben

Wer einen Wäschetrockner besitzt, kann sich ein Leben ohne kaum noch vorstellen - schließlich erleichtert das Gerät deutlich die Hausarbeit, gerade im Winter ist es ein Segen. Allerdings darf nicht jede Kleidung in den Trockner. Wir verraten Ihnen, welche Teile besser auf den Wäscheständer kommen.

Wer wenig Erfahrung im Umgang mit Wäschetrocknern hat, wirft einen Blick auf das eingenähte Kleideretikett. Finden Sie ein Symbol mit einem Kreis im Quadrat, heißt es grünes Licht für das maschinelle Trocknen. Ein ähnliches Symbol mit einem Punkt im Kreis ist ein Hinweis auf die Trocknung mit reduzierter Temperatur. Zwei Punkte im Kreis bedeuten, dass die Wäsche bei normaler Temperatur getrocknet werden darf.
Ein durchgestrichener Kreis im Quadrat bedeutet, dass das Kleidungsstück nicht in den Trockner darf. Doch es ist unter Umständen nur eine Absicherung des Herstellers gegen Beschwerden. Nicht immer ist das maschinelle Trocknen ausgeschlossen, trotz entsprechendem Etikett. Was genau sollten Sie beachten?
Im Grunde können Sie fast alle Stoffe, die Sie bei 60 Grad waschen, auch anschließend in den Trockner geben. Hält ein Kleidungsstück bereits beim Waschen die hohe Temperatur aus, ist das ein Hinweis, dass eine maschinelle Trocknung dem Teil nicht schadet.
Handtücher und Trockner sind wie geschaffen füreinander! Handtücher werden beim maschinellen Trocknen so wunderbar flauschig, dass Sie auf den Weichspüler im Waschgang verzichten können. Doch nicht alle Stoffe profitieren vom Wäschetrockner ...
Generell gilt: Empfindliche Textilien haben nichts im Trockner zu suchen. Egal, welche Art von Maschine Sie besitzen, eines kann mit Sicherheit gesagt werden: Seide darf niemals in den Trockner, sie mag die Hitze nicht - weder beim Waschen noch beim Trocknen.
Für Wollpullis, Wollschals und Wollsocken gilt: besser nicht in den Trockner! Die Gefahr bei Wolle ist, dass sie verfilzt und auf Puppengröße schrumpft. Gerade echte Lammwolle ist sehr empfindlich. Es gibt aber auch Trockner mit Wollprogramm ...
Mutige Wollbesitzer können sich durchaus an das Wollprogramm Ihres Trockners wagen. Sie sollten jedoch besser keine Experimente mit Ihrer teuersten Wollkleidung wagen. Auch bei speziellem Wollprogramm mit niedriger Temperatur kann es passieren, dass das Kleidungsstück am Ende zerstört ist. Bei modernen Wärmepumpentrocknern mit entsprechendem Programm ist die Gefahr jedoch gering.
Verschmutzte Sakkos und Anzüge bringen Sie besser in die Reinigung. Diese Kleidungsstücke haben weder etwas in der Waschmaschine noch im Trockner verloren. Doch einige Trockner bieten ein sogenanntes Frische- oder Dampfprogramm. Dies ermöglicht das Beseitigen von unangenehmen Zigaretten- oder Küchengerüchen selbst bei Sakkos und Anzügen. Dampfprogramme reduzieren Falten und der Gang zur Reinigung bleibt Ihnen erspart.
Sie fragen sich, ob Daunen in den Trockner gehören? Ja! Es ist sogar empfehlenswert, Jacken oder Kissen mit Daunen in der Maschine zu trocknen, da durch das Lufttrocknen die Daunen verkleben können. Allerdings sollten Sie Textilien mit Daunen immer genügend Platz in der Trommel lassen und am besten zwei bis drei Tennisbälle hinzugeben. Die Bälle schützen die Daunen vor dem Verklumpen.
Je mehr Kunstfasern ein Kleidungsstück enthält, desto niedriger sollte die Temperatur und desto kürzer sollte das Programm im Trockner eingestellt sein. T-Shirts mit Druck sollten gar nicht in den Trockner. Durch die Hitze kann der Aufdruck schmelzen, verkleben oder sogar abgehen.
Stoppersocken mit Kunststoff- oder Kautschuknoppen an der Unterseite sollten ebenfalls nicht in den Trockner. Auch hier besteht die Gefahr, dass die Punkte schmelzen. Das Gleiche gilt für Badvorleger mit einer Unterseite aus Gummi.
Wer statt Feinripp lieber edle Spitze als Unterwäsche trägt, sollte diese per Hand waschen und auf die Wäscheleine hängen. Spitze gilt als empfindlich und reagiert "zickig" auf den Wäschetrockner.
Abgesehen davon, dass Sie manche Stoffe mit dem Trockner zerstören, kann durch falsche Handhabung auch eine Brandgefahr drohen. Blusen mit eingenähten Schulterpolstern oder BHs, die mit Schaumstoff gepolstert sind, dürfen nicht im Trockner landen. Schaumstoff heizt sich extrem schnell auf und kann sich im schlimmsten Fall entzünden.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, trocknen Sie Ihre Jeans auf dem Wäscheständer. Gegen eine schonende Trocknung in der Maschine ist nichts einzuwenden. Trocknen Sie Ihre Jeans niemals "extra-trocken", sonst könnte sie zwei Nummern kleiner aus der Maschine kommen. Wenden Sie die Innenseite Ihrer Jeans nach außen, damit die Metallknöpfe und der Reißverschluss nicht mit anderen Teilen in Berührung kommen.
Dürfen Schuhe in den Trockner? Wenn es Leinenturnschuhe sind, die auch nichts gegen einen Waschgang hatten, dürfen sie auch schonend getrocknet werden. Geben Sie die Schuhe in einen Wäschesack oder ein Betttuch, um Trockner und Schuhe zu schonen. Alle anderen Schuhe bleiben bitte draußen.
Erbrochenes auf Kuscheltieren ist keine Seltenheit - das wissen alle Eltern. Will das Kind ohne das geliebte Schmusetier nicht einschlafen, muss es schnell gewaschen und getrocknet werden. Hier gilt: Sind keine Plastikteile an dem Plüschtier vorhanden, darf es in die Waschmaschine und den Trockner. Das Zugucken bei der "Rundreise" seines Tieres in der Trommel wird dem Nachwuchs womöglich eine Freude bereiten.