So bringen Sie Ordnung in Ihre Vorratskammer

Endlich Ordnung schaffen: Das kann ein Vorsatz für das neue Jahr sein. Gerade die Vorratskammer ähnelt mancherorts mehr einer Rumpelkammer. Das muss nicht sein. Aufgeräumt findet man nicht nur schneller, was man benötigt. Ordnung hat immer auch etwas Beruhigendes. Mit diesen Tipps gelingt sie auch! © 1&1 Mail & Media/teleschau

Wer verliert hier nicht den Überblick? In so einem Durcheinander findet sich wahrlich niemand zurecht. Noch schlimmer: Ablaufende Haltbarkeitsdaten und schimmelnde Produkte sind bei einer solchen Unordnung vorprogrammiert.
Ebenfalls gefährlich: Lebensmittelmotten fressen sich durch Papier, Pappe und sogar Plastik. Und hat man die Biester mal in der Kammer, bekommt man sie so schnell nicht mehr heraus. Eine unvorsichtige Aufbewahrung ist also waghalsig.
Meist schleppt man Lebensmittelmotten mit bereits befallenen Lebensmitteln ein. Auf dem Kot der Larven siedeln sich Pilze und Milben an, so sind Allergien, Hauterkrankungen oder Magen-Darm-Erkrankungen möglich. Wenn man Motten, Larven oder Gespinste entdeckt, hilft nur noch die Entsorgung.
Das sind alles gute Gründe, um endlich mal das große Reinemachen in der Vorratskammer zu starten. Der erste Schritt sollte sein, die vorhandene Kammer oder Regalwand komplett freizuräumen: Alles muss raus - für ein neues Konzept bei der Aufbewahrung der Lebensmittel.
Gerade wer in einer neuen Wohnung eine Speisekammer anlegen will, hat die Chance, sich den Platzbedarf gründlich zu überlegen. Was soll alles hinein? Getränkekästen am Boden? Große Kisten für Kartoffeln, kleine Gläser für Trockenprodukte? Je nach Bedarf - und falls möglich - passt man die Regalböden an.
Ohnehin heißt es vor dem Einräumen: Plan schmieden! Je nach Platzangebot und Bedürfnis finden neben nicht zu kühlenden Speisen etwa auch Getränke hier ihren Platz. Zudem dient die Vorratskammer häufig als Erweiterung der Küche - für Kochutensilien und sogar elektrische Geräte. Dabei sollte sie aber nicht zur Rumpelkammer verkommen.
Ebenso vorher festgelegt werden muss, wie man dies und jenes verstaut. Trockenspeisen und Eingemachtes lassen sich prima und mottenfrei in Einmachgläsern lagern. Mehr noch: Glasbehälter gelten seit einigen Jahren als hip!
Egal ob Nudeln, Couscous, Nüsse und Mandeln, Reis oder Kerniges: Einmachgläser gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Formen. Variiert man, bekommt die eigentlich ordentliche Kammer etwas frischen Schwung.
Hartplastik ist ebenfalls geeignet - vorausgesetzt, man kann die Dosen luftdicht verschließen (Mottengefahr!).
Größere (Plastik-)Boxen sind derweil geeignet für platzfordernde Vorräte wie Kartoffeln und Zwiebeln sowie für Sammelsurien wie eine "Naschbox".
Die Position der einzelnen Gläser und Boxen sollte auch einer Logik folgen: Was benötige ich häufig? Was selten? So sind etwa Nudeln, Reis und Mehl auf Brusthöhe gut aufbewahrt, Eingemachtes, das nach dem Öffnen eh in den Kühlschrank wandert, darüber oder darunter. Auch eine Aufteilung wie "Kochen links" und "Backen rechts" ist sinnvoll.
Auch kommt es auf die Position innerhalb des Fachs an. Was etwa bald verbraucht werden sollte, behält man vorne arrangiert besser im Blick. Bei Dopplungen muss nur ein Glas schnell greifbar sein.
Haben wir zu viel versprochen? Eine ordentliche Speisekammer ist jedes Blickes wert - das findet hier sogar die Sonne. Doch es gibt noch mehr zu beachten ...
Eine Leiter oder ein Hocker macht alle hoch gelagerten Vorräte fix greifbar. Da es beim Kochen und Backen auch mal schnell gehen muss, sollte die Steighilfe nicht allzu entfernt aufbewahrt sein - am besten in der Kammer selbst.
Egal ob professionell mit dem Etikettiergerät oder einfach mit simplen beschreibbaren Klebestreifen: Die Vorräte zu beschriften, hilft nicht nur dem unwissenden Kochpartner bei der schnellen Suche. Auch Sammelboxen, etwa für Süßigkeiten, bekommen einen Namen.
Wer schon beim Einkauf ein Auge auf Haltbarkeitsdaten hat, der kommt bei der heimischen Lagerung seltener in die Bredouille. Ein bewusstes Einkaufen verhindert sowohl Engpässe als auch Überschuss und ist die Basis für eine ordentliche Vorratskammer.
Wer Gefallen an der Aufbewahrung in Gläsern und Boxen findet, kann in sogenannten Unverpacktläden und in immer mehr Supermärkten seine Gefäße auch direkt befüllen. Gerade beim Kauf von Trockenprodukten wie Reis, Mehl und Cornflakes spart man hier viel Verpackungsmüll.
Wer zu Hause genügend Platz dafür hat, kann sich die praktischen Portionierer natürlich auch in die eigene Speisekammer oder Küche hängen.
Um nichts aus den Augen zu verlieren - auch wenn dies mit der neuen Ordnung eher unwahrscheinlich ist -, kann man sich einen Vorratsplan anlegen. Einfach die Vorräte auflisten, eventuelle Ablaufdaten vermerken und den Vorratsstand aktualisieren. Wenn man etwas aufbraucht, streichen - und auf die Einkaufsliste damit.
Selbstverständlich kann man heutzutage auch digital eine Vorratsliste führen - je nachdem, was einem leichter fällt. Sie werden sehen: Mit einer aufgeräumten und durchorganisierten Vorratskammer macht auch das Kochen gleich mehr Spaß.