Tipps für Putzmuffel: So motivieren Sie sich zur Hausarbeit

Nicht jeder Mensch ist eine begnadete Hausfrau oder ein geborener Hausmann. Gehören Sie auch zu den Putzmuffeln? Wir verraten Ihnen die besten Tricks, wie Sie Ihre Unlust auf Putzen überlisten. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Dreck und Unordnung schafft innere Unruhe, trotzdem lassen viele die Wollmäuse in ihrer Wohnung überhandnehmen. Wer mit dem Putzen zu lange wartet, der kann einem Großputz irgendwann nicht mehr entkommen. Putzmuffel kostet das am Ende noch mehr Überwindung. Besser ist es, wenn Sie jeden Tag ein bisschen machen.
Nehmen Sie sich vor, jeden Tag etwas im Haushalt zu erledigen. Es reicht bereits, wenn Sie täglich circa 15 Minuten investieren. So verhindern Sie, dass sich die Arbeit ansammelt.
Kleine Etappenziele können ungemein helfen, Ihren inneren Putzmuffel zu überwinden. Heute putzen Sie kurz das Waschbecken, morgen saugen Sie das Wohnzimmer oder reinigen die Spüle. Wenn Sie täglich ein wenig Zeit ins Putzen investieren, dann ist am Wochenende weniger zu tun.
Sorgen Sie dafür, dass Sie Geschirr immer gleich nach dem Essen in die Spülmaschine räumen. Je größer der Stapel, desto weniger Lust werden Sie haben, ihn einzuräumen. Wenn Sie keine Spülmaschine besitzen, sollten Sie am besten immer sofort abwaschen. Sind die Essensreste an den Tellern noch nicht angetrocknet, lassen sie sich sowieso leichter abspülen.
Schreiben Sie jede Woche eine Liste über die Putzaufgaben, die anstehen. Das dient zur Übersicht, aber auch zur Motivation. Haben Sie etwas davon erledigt, dürfen Sie den Punkt durchstreichen. Siehe da, zum Ende der Woche wird die Liste immer kürzer.
Wenn Sie mit Ihrer Familie oder in einer Wohngemeinschaft leben, dann sprechen Sie sich ab und putzen Sie gemeinsam. So können Sie sich zusammen motivieren und Aufgaben verteilen. Bereits kleine Kinder können Sie bei der Hausarbeit einbinden, zum Beispiel beim Staubwischen. Zusammen macht Putzen viel mehr Spaß!
Wenn Sie weder Familie noch WG-Mitbewohner haben, kann Putzen ganz schön langweilig und eintönig sein. Doch auch hier gibt es hilfreiche Gegenmittel.
Hören Sie zum Putzen Ihre Lieblingsmusik oder ein spannendes Hörbuch. Singen Sie laut, während Sie die Küche sauber machen. Niemand sagt, dass Sie sich beim Putzen langweilen müssen. Tanzen Sie mit dem Staubwedel in der Hand und machen Sie Dehnübungen, während Sie die Waschmaschine ein- und ausräumen. Die Zeit wird wie im Flug vergehen.
Es spricht auch nichts dagegen, dass Sie nur "nebenbei" putzen. Beispielsweise eignet sich ein Telefonat, um Staub zu wischen oder gar das Bad zu putzen - dafür gibt es die Lautsprechertaste auf Ihrem Handy.
Auch die Zeit während Sie Haare föhnen können Sie sinnvoll nutzen und dabei den Spiegel reinigen. Beim Zähneputzen können Sie nebenbei ein bisschen das Bad aufräumen. Und schon haben Sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Wartezeiten können Sie wunderbar zum Putzen und Ordnung machen verwenden. Wenn beim Fernsehabend mal wieder ein Werbeblock ausgestrahlt wird, ist der ideale Zeitpunkt, um schnell die Spülmaschine aus- oder einzuräumen. Wenn Sie auf den Toaster warten oder Frühstückseier kochen, haben Sie immer ein paar Minuten, die Sie zum Putzen nutzen können.
Wenn Sie sich mal wieder gar nicht zum Putzen überwinden können, dann tricksen Sie sich selbst aus: Laden Sie zeitnah Freunde oder Verwandte zu Kaffee und Kuchen ein. Und was hat das nun mit Putzen zu tun?
Wenn Sie wissen, dass morgen Besuch ansteht, setzen Sie sich höchstwahrscheinlich selbst unter Druck. Schließlich wollen Sie niemanden in Ihre verdreckte Wohnung einladen. Prompt werden Sie am Vorabend alles auf Vordermann bringen.
Übrigens: Je mehr Dinge sich in Ihrer Wohnung anhäufen, desto schwieriger gestaltet sich das Putzen. Kleinigkeiten, die überall herumliegen, müssen erstmal aus dem Weg geschafft werden, damit Sie sauber machen können. Deswegen sollten Sie regelmäßig Folgendes tun ...
Gehen Sie immer wieder durch Ihre Wohnung und fragen Sie sich, was Sie wirklich brauchen. Entrümpeln Sie regelmäßig! Verschenken, verkaufen und entsorgen Sie Dinge, die Sie nicht mehr brauchen - das schafft Platz und das Putzen wird einfacher.
Wenn Sie ein waschechter Putzmuffel sind, dann hilft nur eines: die Aussicht auf eine Belohnung. Was bei Hunden wunderbar funktioniert, kann durchaus auch bei uns Menschen für Motivation sorgen - keine Angst, einen Hundekeks bekommen Sie natürlich nicht als Belohnung.
Überlegen Sie sich, was Ihr absolutes Lieblingsessen ist und gönnen Sie sich das erst nach getaner Arbeit. Belohnung ist im Grunde auch Selbsterziehung: Wenn Sie am Wochenende etwas Tolles geplant haben, dann ermahnen Sie sich selbst, dass Sie zuerst die Wohnung putzen müssen, bevor Sie auf Shoppingtour gehen oder in die Berge fahren dürfen.
Ein netter Nebeneffekt vom Putzen ist, dass es ziemlich viele Kalorien verbrennt. Diese Tatsache könnte Sie eventuell ausreichend motivieren, um endlich mal wieder Ihre Wohnung zu saugen und das Bad zu schrubben.
Wenn Sie sonst keine Zeit für Sport finden, kann Putzen und Aufräumen tatsächlich eine gute Alternative zum Fitnessstudio oder zum Joggen sein. Aber das wirklich nur dann, wenn Sie regelmäßig sauber machen. Behalten Sie das immer im Hinterkopf, vielleicht gibt es Ihnen einen ordentlichen Motivationskick.
Finden Sie Badputzen eklig? Flecken in der Toilette oder angesammelte Haare in der Dusche - Badputzen kann durchaus Überwindung kosten. Damit Sie weniger Ekel empfinden, sollten Sie Gummihandschuhe beim Putzen verwenden. Schon wird es ein bisschen erträglicher.