Diese Utensilien dürfen in keiner Küche fehlen

Messer, Pfanne, Küchenreibe: Wer in der heimischen Küche zaubern will, sollte diese Küchenutensilien sein Eigen nennen. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Ohne Messer kein Kochen: Es gibt kaum Gerichte, bei denen zu Beginn keine "Schnippelarbeit" ansteht. Mit einem vernünftigen Messerblock ist der Hobbykoch deshalb gut gerüstet für die Zubereitung von Speisen aller Art. Doch warum so viele Messer? Sie alle bewähren sich bei unterschiedlichen Aufgaben ...
Zu den wichtigsten Schneidewerkzeugen gehört das handliche Gemüsemesser mit gerader, kurzer Klinge. Zum Schnippeln von Zwiebeln, Karotten und Co. ist es am besten geeignet, da man schnell und gezielt damit arbeiten kann. Mit geriffelter Klinge hingegen fällt das Schneiden von weicheren Zutaten wie Tomaten leichter.
Etwas größer und unhandlicher, dafür "mächtiger" ist das gemeine Küchenmesser. Hiermit schneidet man so gut wie alle Zutaten in kleine Portionen. Auch wenn es jeweils spezielle Messer dafür gibt: Fleisch und Fisch lassen sich mit dem oftmals schärfsten Messer der Küche ebenfalls prima filetieren und drapieren.
Knackig-rösche Kruste, luftig-weiches Inneres: So lieben wir unser Brot am Morgen, am Abend und zwischendurch. Mit dem langen, stabilen und geriffelten Brotmesser gleitet man bröselarm sogar durch einen besonders krossen oder auch altbackenen Laib. Eine Brotschneidemaschine erledigt das Werk in der Regel etwas flotter.
Wichtig für alle Messer: Sie müssen scharf sein. Um sie zu schärfen, eignet sich ein Schleifstab - am besten aus Keramik. Über diesen zieht man die Schneideseiten des Messers mehrmals im spitzen Winkel. Alternativ gibt es Schleifsteine oder spezielle Messerschärfer. Das beste Ergebnis jedoch liefert ein Schleifdienst.
Wenn der arme Kochlehrling Stunden mit der Vorbereitung von Kartoffeln, Karotten und Spargel zubringt, verwächst er beinahe mit dem kleinen, scharfen Sparschäler. Mit der beweglichen doppelten Klinge folgt man leicht den Konturen von Obst und Gemüse. Eine kurze Zusatzklinge ist zum Entfernen von faulen Stellen.
Wenn alles kocht und brutzelt, haben Messer und Schäler erst mal Pause. Zum Umrühren der Pasta, der Soße und des kochenden Gemüses ist der abgerundete Kochlöffel gefragt. Damit lassen sich auch kleine Mengen etwa zum Kosten entnehmen. Der flache Pfannenwender hilft beim Umheben und Entnehmen von größeren Fleischstücken oder Spiegeleiern.
Nudeln, Eintöpfe, Suppen - ohne Töpfe geht so gut wie nichts. Auf der Herdplatte bringt man mit den Behältnissen - meist aus Edelstahl - Wasser zum Kochen und richtet (dick-)flüssige Speisen an. Bereits seit der Jungsteinzeit nutzt man Töpfe zum Garen. Verschiedene Gerichte und Mengen fordern verschiedene Topfgrößen ...
Kochen beinahe im Handumdrehen - das gelingt im druckfest verschlossenen Schnellkochtopf. Das zugegebene Wasser verdampft bei Temperaturen über 100 Grad Celsius, der Druck steigt im Inneren des Topfes. Salzkartoffeln sind so schon in sechs Minuten gar, Reis inklusive Nachquellen in neun Minuten. Die kürzere Zeit am Herd spart auch Energie.
Fisch, Fleisch und andere flach zu bratende Gerichte hingegen brutzelt man mit der handlicheren und übersichtlicheren Pfanne an. Schwere Pfannen aus Eisen oder Edelstahl erlauben hohe Temperaturen - optimal etwa zum scharfen Anbraten von Fleischstücken. Pflegeleichter sind jedoch folgende Helfer ...
Beschichtete Pfannen aus Aluminium: Diese leichteren Bratpfannen dienen zum Rösten von Spiegeleiern, Gemüse und Co. Auch durchzubratende Fleischspeisen sind hier gut aufgehoben. Dank der Antihaftbeschichtung aus Teflon, Keramik oder Emaille sind sie leicht wieder zu säubern. Töpfe mit Beschichtung gibt es ebenfalls.
Eine besondere Art Pfanne ist der aus der ostasiatischen Küche bekannte Wok. Sein Vorteil: Die heiße Fläche am Boden ist um einiges kleiner als bei einer flachen Pfanne. So kann das kurz angedünstete Gemüse im Wok lange verweilen und trotzdem knackig bleiben. In Asien nutzt man das Utensil häufig zum Braten, Kochen und sogar zum Frittieren.
Weniger zum Kosten, vielmehr zum Servieren ist die Schöpfkelle ein unabkömmliches Werkzeug - nicht nur für flüssige Speisen. Regional ist das Anrichtbesteck auch als Suppenkelle, Suppenschleif oder Schöpflöffel bekannt. Während des Kochens dient es zum Ein-, Um- und Auffüllen. Meist besteht die Kelle aus Metall, seltener aus Plastik.
Eine besondere Nudel benötigt eine besondere Behandlung: Mit dem Spaghettiheber, auch Spaghettilöffel, greift man die langen, al dente gekochten Pastalieblinge direkt aus dem Kochtopf. Ein Loch im Kellenbauch sorgt dafür, dass das mitaufgenommene Wasser ablaufen kann. Doch das Loch hat noch eine ganz besondere, sehr hilfreiche Funktion.
Wie praktisch: Es kann auch zum Dosieren der geliebten Pasta genutzt werden! Die Menge roher Spaghetti, welche in das Loch passt, entspricht genau einer Portion. Vorbei sind die Zeiten, in denen Sie grübeln mussten, wie viele Nudeln denn nun für ein Single-Essen in den Kochtopf gehören.
Um dem Kochwasser ade zu sagen, ist das Küchen- vielmehr Nudelsieb das Küchengeschirr der Wahl. Auf dem Spülbeckenboden stehend kippt man das fertig gekochte Gut samt Wasser einfach über das löchrige Behältnis. Nach wenigen beherzten Schwenks ist das Wasser abgelaufen.
Zum Vermischen und Verfeinern von trockenen wie flüssigen Speisen gibt es viele verschiedene elektrische (Kombi-)Geräte: Mixstäbe (im Bild), Handrührgeräte, Küchenhäcksler, Küchenmaschinen und einiges mehr. Hilfreich sind sie alle etwa beim Anrichten von Dips, beim Vorbereiten von Kuchenteig und beim Pürieren von Eintöpfen.
Ohne Knoblauch, bitte: Beim Snack vor dem Date spart man gerne mal mit dem aufdringlich riechenden Gewürz. Frisch gepresst auf Kartoffelecken, in Dips und in Marinaden fällt der Verzicht allerdings schwer. Mit der Knoblauchpresse kriegt man die Zehen am schnellsten klein - einfach rein damit, drücken und ab dafür!
Ob Vierkantreibe-Turm oder einseitiges Reibeblech: Die Küchenreibe ist unverzichtbar in der "feinen" Küche. Grob oder fein geraspelt werden etwa Brot für Paniermehl, Kartoffeln für Kartoffelpuffer sowie Salatgemüse für den Rohkostsalat. Spezielle Reiben gibt es beispielsweise für folgende Lebensmittel ...
Die Muskatnuss: Gourmets schwören auf deren würzige, leicht bittere Note in Eintöpfen, Kartoffelgerichten und geschmackvollem Gemüse. Um das leicht flüchtige Aroma nicht einzubüßen, reibt man die Nüsse am besten frisch mit der Muskatreibe in die Speisen. Aber vorsichtig: Ein Hauch genügt meist!