Wiederverwenden statt Wegwerfen: Tipps und Tricks für Upcycling im Haushalt

Pro Jahr produziert jeder Einwohner in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 462 Kilogramm Müll. Dabei könnten viele Produkte wiederverwendet werden. Der Kreativität beim sogenannten "Upcycling" sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Erfahren Sie in unserer Galerie, was Sie aus vermeintlichem Müll noch alles herstellen können.

Mit einfachen Faltanleitungen aus dem Internet lassen sich problemlos Papiertüten aus Zeitungspapier basteln. Die Tüten können Sie beim Obst- und Gemüseeinkauf verwenden. Keine Sorge: Die verwendeten Druckerfarben sind heutzutage unbedenklich. Da müssten Sie schon zwei bis drei dicke Tageszeitungen aufessen, um Vergiftungserscheinungen zu bemerken. Oder Sie nutzen die Tüten einfach als Müllbeutel-Ersatz.
Ist es auch noch so verlockend, ein Geschenk schnell aufzureißen, achten Sie beim nächsten Mal darauf, das Papier nicht zu zerfetzen. Sie können es sogar glatt bügeln. Richtig gelesen! Stellen Sie Ihr Bügeleisen auf die niedrigste Stufe und bügeln Sie ohne Dampf. Gegebenenfalls die Ränder ordentlich abschneiden und den Bogen zusammenwickeln. Das Gleiche gilt für Schleifenbänder aus Stoff. Bügeln, aufrollen, wiederverwenden.
Die meisten Papierrollen vom Toilettenpapier landen im Müll. Dabei lassen sich tolle Sachen daraus herstellen. Basteln Sie mit Ihren Kindern eine Murmelbahn oder einen kreativen Zug. Oder Sie verwenden die Rollen als Verschluss für Geschenkpapierrollen. Auch als Haargummi- und Spangenhalter machen sich Klopapierrollen nützlich. Die Gummis einfach drüber stülpen und die Spangen anheften.
Auch Eierkartons eignen sich hervorragend zum Basteln: zum Beispiel als Sortierhilfe für allerlei Kleinzeug wie Knöpfe, Nähzubehör, kleines Spielzeug oder Schmuck. Oder Sie verwenden Eierkartons als Anzuchttöpfchen für Samen und Setzlinge. Da sie biologisch abbaubar sind, können sie anschließend direkt in die Erde eingepflanzt werden.
Wir gehen zum Bäcker, kaufen ein Brötchen, essen es und schmeißen das Papier in den Müll. Dabei können Sie die Brötchentüten ganz einfach wiederverwenden. Zum Beispiel für selbstgeschmierte Brote für unterwegs oder Kekse. Auch beim Einkaufen können Sie die Brötchentüten statt Plastiktüten für loses Obst und Gemüse hernehmen.
Wenn Sie zu den Teetrinkern zählen und viele benutzte Teebeutel wegwerfen, haben wir folgenden Tipp für Sie: Verwenden Sie Teebeutel gegen schlechte Gerüche. Trocknen Sie die Beutel an der Wäscheleine. Legen Sie die getrockneten Teebeutel in Ihren Turnschuh, saugen diese die Feuchtigkeit heraus und hinterlassen einen angenehmen Duft. Besonders gut eignen sich intensiv riechende Pfefferminzteebeutel.
Sammeln Sie Kaffeesatz in einer Dose und verwenden Sie es als Düngemittel für Ihre Pflanzen. Auch als Katzenschreck kommt Kaffeesatz gut zum Einsatz. Wird eine Stelle in Ihrem Garten von Nachbars Katze als öffentliche Toilette missbraucht, streuen Sie einfach etwas Kaffeesatz dorthin.
Natürlich können Zahnbürsten aus hygienischen Gründen nicht unendlich lang benutzt werden. Doch bevor Sie die alte Bürste wegwerfen, geben Sie ihr ein neues Leben als Putzhilfe. Mit den feinen Borsten lassen sich hartnäckige Flecken aus Ihrer Kleidung ausbürsten. Auch schwer zu säubernde Rillen zum Beispiel am Herd in der Küche lassen sich so kinderleicht reinigen.
Eine selbstgemachte Augencreme aus Kaffeesatz, Oliven- und Kokosöl hilft gegen Schwellungen und müde Augen. Doch wohin mit der Creme? Schmeißen Sie leere Kosmetikverpackungen nicht gleich weg, sondern befüllen Sie sie mit selbstgemachten Cremes. Gerade kleine Tiegel sind praktisch zum Selbstbefüllen, wenn Sie mal wieder mit Handgepäck fliegen und die Verpackung Ihres Lieblingsshampoos zu groß ist.
Bevor Sie ein ausgedientes T-Shirt oder eine Hose in den Müll schmeißen, versuchen Sie sich als Taschendesigner. Praktische Einkaufsbeutel lassen sich relativ einfach aus einem alten T-Shirt oder einer Jeans herstellen, dazu finden Sie online zahlreiche Videos mit Anleitung. Werden Sie kreativ - Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Auch alte Socken können beim Putzen eingesetzt werden. Als Putzlappen leisten verwaiste Socken, die keinen Partner mehr haben, gute Dienste. Oder Sie nähen mit Ihren Kindern lustige Handpuppen aus Socken und weiteren Stoffresten.
Der Apfelsaft ist leer und die Verpackung landet im Müll. Dabei lässt sich ganz einfach eine Blumenvase aus dem von innen beschichteten Saftkarton herstellen. Schneiden Sie das obere Teil ab und reinigen Sie die Packung. Dann alle Kanten bis zur Mitte einschneiden, die Seitenteile nach unten knicken, sodass der Aufdruck nicht mehr zu sehen ist. Mit Schleifenband zusammenbinden - fertig ist die Recycling-Vase!
Zum Glück sind Einmalgeschirr und Pappbecher immer unbeliebter. Wenn Sie beim nächsten Picknick trotzdem keine Gläser mitnehmen wollen, dann eignen sich ausgewaschene Joghurtbecher als Einwegtrinkbecher. Haben Sie doch Plastikbesteck verwendet, schmeißen Sie es nicht weg. Es lässt sich per Hand spülen und wiederverwenden. Oder Sie nehmen es zum Anrichten von Hunde- oder Katzenfutter.
Mit diesem Trick schaffen Sie mehr Platz in Ihrem Kleiderschrank und recyceln Dosenverschlüsse von Getränken: Trennen Sie einen Getränkedosenverschluss von der Dose und ziehen ihn über den Haken eines Kleiderbügels. Dann einen zweiten Kleiderbügel daran hängen. Schon haben Sie einen Doppelbügel und wieder mehr Platz im Kleiderschrank.
Styropor ist in Kindergärten ein beliebtes Material zum Basteln. Haben Sie eine größere Menge Styropor von einer Lieferung zu Hause, fragen Sie in einer Kita nach, ob Sie es zum Basteln haben möchten. Bevor es gleich auf dem Müll landet, sollen lieber Kinder Freude daran haben.
Konservendosen können Sie ebenfalls vielfältig wiederverwenden, statt sie gleich in die gelbe Tonne zu werfen. Entfernen Sie den Deckel komplett und feilen den scharfen Rand ab. Die gereinigten Dosen eignen sich als Ordnungssystem für Stifte oder auch zum Farbe anmischen oder Pinsel auswaschen. Mit etwas Kreativität finden Sie für viele Dinge im Haushalt eine sinnvolle Wiederverwendung.