Zitrone: Das Natur-Wundermittel kann mehr als nur Vitamin C liefern

Zitronen glänzen nicht nur in der Küche mit vielseitigem Einsatz und stärken mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C das Immunsystem, sondern sind auch im Haushalt als Wundermittel gegen Schmutz und Kalk bestens geeignet. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Zitronen sind viel mehr als reine Vitamin-C-Lieferanten. Unter anderem enthält die Zitrusfrucht wertvolle Mineralien, wie Kalium, das für die Funktion von Nerven, Herz und Muskulatur benötigt wird. Doch Zitronen gehören mit Saft und Schale nicht nur in die Küche als gesundes Lebensmittel, sondern wirken auch als natürliche Komponenten in DIY-Kosmetik, als Hygienemittel und zum Putzen.
Zitronen liefern bis zu 50 mg Vitamin C pro 100 Gramm und haben dadurch eine antioxidative Wirkung. Durch eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr können Schadstoffe durch Stress, Umweltgifte, Nikotin und Entzündungen besser aus dem Körper transportiert und auch eigene Immunzellen sowie Antikörper produziert werden. Das Immunsystem wird gestärkt.
Weiter wirkt sich Vitamin C positiv auf die Elastizität sowie Regeneration der Haut, das Bindegewebe, Knochen und Zähne aus. Denn Vitamin C ist wichtig beim Aufbau von Kollagen. Zudem verbessert es die Eisenaufnahme im Körper und sorgt somit für eine bessere Blutbildung. Auch das unterstützt den Stoffwechsel, das Immunsystem sowie die Konzentrationsfähigkeit.
Durch ihre entgiftende Wirkung hilft auch die regelmäßige Einnahme von Zitronenwasser dem Hautbild. So werden Hautunreinheiten wie Pickel oder Akne mit Zitrone bekämpft. Zitronen binden freie Radikale im Körper und sorgen damit für eine gesunde und schöne Haut. Durch die Extraportion Flüssigkeit bleibt der Körper außerdem hydriert und fit.
Vor allem in der Schale der Zitrone sind Pektine enthalten, die für eine gesunde Darmflora sorgen, aber auch in der Küche Verwendung finden. Denn als natürliches Geliermittel dient Pektin aus einer Bio-Zitronenschale zum Beispiel bei der Herstellung von Marmelade. Entweder kann die Schale nach dem Einkochen entfernt oder für einen säuerlichen Geschmack behalten werden.
Saft und Schale der Zitrone eignen sich als Würzmittel für zahlreiche Gerichte und Getränke. So lassen sich Pasta-Rezepte sowie Fisch- und Hühnchen-Speisen mit Zitronenschale verfeinern. Auch in Kuchen und Gebäck sorgt ein Spritzer Zitronensaft für eine angenehme Säure. In Mineralwasser oder im Tee mit Honig hat sich Zitrone als Hausmittel gegen Erkältungssymptome bewährt.
Zitronenwasser wird zudem als Unterstützung bei Diäten eingesetzt, da es entwässernd und verdauungsfördernd wirkt. So kurbeln vor allem die Polyphenole in der Zitronenschale die Fettverbrennung an. Zitronen wirken sich außerdem auch positiv auf Blutfette sowie den Blutzuckerspiegel aus und unterdrücken Heißhungerattacken.
Und Zitronensaft lässt sich auch äußerlich anwenden. Wer unter juckender Kopfhaut leidet, kann den Saft der Zitrusfrucht direkt auf die Kopfhaut reiben oder auch mit Wasser verdünnt als Lösung einwirken lassen. Bei regelmäßiger Anwendung beruhigt sich die Kopfhaut und auch lästige Schuppen werden beseitigt.
Neben der Kopfhaut lassen sich auch Haare mit Zitronensaft behandeln. Als Spülung löst Zitrone Kalkreste und verleiht dem Haar bei regelmäßiger Anwendung Kraft und Glanz. In Kombination mit Sonne hellt Zitrone die Haare zudem auf. Vor allem bei hellbraunen bis mittelblonden Haaren können bereits nach einer Behandlung von 20 Minuten Highlight-Nuancen erkennbar werden.
Die Fruchtsäure wirkt desinfizierend, austrocknend und entzündungshemmend und kann auch zur äußeren Behandlung von Hautunreinheiten selbst im Gesicht eingesetzt werden. Doch Vorsicht: vor allem bei sensibler Haut muss Zitronensaft mit Wasser verdünnt werden. Erst dann sollten die betroffenen Stellen mit der Lösung abgetupft werden, um Rötungen oder Reizungen zu vermeiden.
Auch ein Peeling aus klein geschnittener Zitronenschale, Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Zucker und Honig sorgt für strahlende Haut am ganzen Körper und wirkt sogar gegen Cellulite. Dafür wird das Peeling nach dem Duschen auf der Haut einmassiert und nach einige Minuten Einwirkzeit mit viel lauwarmen Wasser abgewaschen.
Aus Zitronen lässt sich noch mehr DIY-Kosmetik ohne Chemie zaubern: ein Mundwasser. Da Zitronen antibakteriell wirken, hilft Zitronenwasser auch gegen Mundgeruch. Durch die Spülung mit Zitronenwasser und etwas Meersalz werden überschüssige Bakterien im Mund beseitigt. Dabei sollte das Wasser täglich frisch zubereitet und mehrmals am Tag angewendet werden.
Verfärbungen an Nägeln und Händen, vor allem nach dem Kochen mit färbenden Lebensmitteln wie Rote Beete oder Kurkuma, kann man mit einer ausgedrückten Zitronenhälfte loswerden. Auch Zähne lassen sich mit einer Mischung aus Backnatron und Zitronensaft aufhellen. Doch Vorsicht: nicht länger als eine Minute einwirken lassen, sonst weicht der Zahnschmelz auf.
Mit einem Wattestäbchen oder einer Zahnbürste wird die Mischung aus Backnatron und Zitronensaft auf den Zähnen aufgetragen und nach maximal einer Minute gründlich abgespült. Auch mit dem Zähneputzen sollte man nun mindestens 30 Minuten warten, sonst leidet ebenfalls der Zahnschmelz. Eine schonende Alternative ist das Einreiben der Zähne mit der weißen Seite einer Zitronenschale.
Zitronen finden ihren Platz als Hausmittel auch beim Putzen. Ganz ohne Chemie können hartnäckige Verkalkungen mit Zitronensaft gelöst werden, wie zum Beispiel im Wasserkocher. Dafür wird (verdünnter) Zitronensaft in den Kocher gefüllt und wenn nötig über Nacht stehen gelassen. Um den Zitronengeschmack danach aus dem Gerät zu entfernen, sollte man mehrmals Wasser aufkochen.
Gegen Wasserflecken etwa auf Weingläsern lässt sich Zitronensaft einsetzen. Dafür spritzt man einige Tropfen Zitronensaft auf ein feuchtes Tuch und poliert damit die Gläser streifenfrei. Danach sind die Flecken oder fettige Fingerabdrücke verschwunden. Auch in der Spülmaschine ersetzt eine Zitronenschale den Klarspüler und lässt das Geschirr und die Maschine selbst zudem angenehm duften.
In der Waschmaschine können Zitronen ebenfalls zum Einsatz kommen: denn Zitronensaft reinigt, desinfiziert und hellt vergraute Textilien auf. Zudem werden dabei gleich muffige Gerüche und Kalk aus der Maschine beseitigt. Eine halbe ausgedrückte Zitrone kann als Weichspüler direkt in die Trommel während des Waschgangs gelegt werden.
Bei vergrauten Textilien oder fleckiger Wäsche kann Zitronensaft auch als biologisches Bleichmittel verwendet werden. Dabei werden die Textilien in einen großen Topf mit kochendem Wasser mit zwei in Scheiben geschnittenen Zitronen gelegt. Die Wäsche am besten eine Stunde einweichen und danach in der Maschine waschen.
Mit einer aufgeschnittenen Zitrone verschwinden auch unangenehme Gerüche aus dem Kühlschrank, aus Plastikschalen oder auch vom Schneidebrett. Gleichzeitig desinfiziert die Zitrone Oberflächen wegen ihrer antibakteriellen Wirkung. Eine aufgeschnittene Zitrone kann mit etwas Backpulver auch zum Schwamm werden, der wirkungsvoll Arbeitsplatte und andere Oberflächen sauber kriegt.
Armaturen in Bad und Küche können ebenfalls mit einer Zitrone eingerieben werden, um vor allem feste Kalkablagerungen zu lösen. Ebenso schnell verschwinden hartnäckige Schmutzränder in der Badewanne und Ablagerungen wie Urinstein in der Toilette. Auch der Duschvorhang wird wieder sauber, wenn er mit Zitronensaft geputzt wird.