Welche Lebensmittel giftig für Ihren Hund sind

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Nur weil Hunde so ziemlich alles auffressen würden, was man ihnen hinstellt, heißt es noch lange nicht, dass sie es sollten. Viele für uns Menschen harmlose Lebensmittel sind pures Gift für die Vierbeiner. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Die wichtigste Regel zuerst: Hundebesitzer sollten wissen, dass ihr Vierbeiner grundsätzlich kein "Menschenessen" - also gekochte, gewürzte Speisen oder Süßigkeiten - essen sollte.
Bei vielen Hundebesitzern landen Speisereste im Fressnapf oder unterm Tisch. Das muss nicht immer gleich gesundheitliche Konsequenzen haben. Wichtig ist, dass Sie eine mögliche Vergiftung erkennen, um schnell reagieren zu können.
Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf, wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund etwas Giftiges gegessen hat und folgende Symptome zeigt: Erbrechen, Durchfall, Atemproblem, Zittern, Krämpfe, Fieber, vermehrter Speichelfluss und ungewöhnliches Verhalten wie Apathie oder Erregungszustände.
Ja, Ihr Hund würde höchstwahrscheinlich Schokolade, die Sie ihm anbieten, aufessen. Machen Sie das auf keinen Fall! Schokolade ist hochgiftig für Hunde. Es kommt natürlich immer auf die Dosis an, aber gerade bei kleinen Hunderassen können bereits einige Stückchen tödliche Folgen haben.
Schokolade enthält den für Hunde giftigen Stoff Theobromin. Besonders Zartbitterschokolade und purer Backkakao haben einen hohen Theobromin-Gehalt, bereits eine Menge von 100 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht kann zum Tod führen.
Die meisten Hunde werden wohl keine ganze Zwiebel aufessen. Vorsicht ist dennoch geboten. Selbst gekocht, gegrillt oder in Pulverform sind die enthaltenen Schwefelstoffe giftig, sie zerstören die roten Blutkörperchen Ihres Hundes. Deswegen ist es gefährlich, wenn Sie Ihr Mittagessen Ihrem Hund verfüttern - Zwiebeln und Knoblauch lauern überall.
Auch wenn Ihr Hund sie bettelnd anschaut, geben Sie ihm keine Trauben oder Rosinen. Die enthaltenen Stoffe können bei Hunden, vor allem bei kleinen Rassen, zu Nierenversagen führen. Behalten Sie Ihren Snack also besser für sich.
Nicht nur Trauben sind gefährlich - generell sollten Sie sämtliches Steinobst von Ihrem Vierbeiner fernhalten. Die Gefahr liegt nicht im Fruchtfleisch selbst, sondern im Kern. Wird dieser von Ihrem Hund zerbissen, wird Blausäure freigesetzt und es kann zum Atemstillstand kommen.
Abgesehen von der Blausäure, die bei der Verdauung entsteht, lauert außerdem Verletzungsgefahr der Darmschleimhaut durch die scharfen Kanten des Obstkerns. Es spricht also nichts gegen etwas Obst auf dem Speiseplan Ihres Lieblings, aber bitte immer ohne Kern.
Auch wenn Sie sich gern ein Feierabendbier gönnen, sollten Sie Ihrem Hund keinen Alkohol anbieten - nicht mal aus Spaß. Das kann für ihn tödlich enden. Bereits kleine Mengen können zu Erbrechen, Atemnot und Krampfanfällen führen, da Hunde Alkohol nur sehr langsam abbauen.
Schweinefleisch im rohen Zustand ist nichts für Hunde. Es kann das Aujeszky-Virus enthalten, das für uns Zweibeiner ungefährlich ist, aber bei Hunden immer tödlich endet. Wenn Ihr Hund an diesem Virus erkrankt, kommt es zu Nerven- und Hirnentzündugen - eine Heilung gibt es nicht.
Ganz geklärt ist es noch nicht, ob Avocado wirklich immer giftig ist für Hunde. Angeblich hängt es von der Sorte ab, ob der Stoff Persin enthalten ist, der den Herzmuskel der Hunde schädigt und zum Tod führen kann. Selbst ohne Giftstoff kann der Avocado-Kern gefährlich werden, da Hunde beim Verschlucken einen Darmverschluss erleiden könnten.
Wenn Ihr Hund müde ist, sollten Sie bloß nicht auf die Idee kommen, ihm eine Tasse Tee oder Kaffee anzubieten. Gegebenenfalls wacht er danach gar nicht mehr auf: Das im Koffein enthaltene Methylxanthin ist für Hunde giftig. Es kann mitunter zu Herzstillstand und Atemstillstand führen.
Auberginen, Tomaten und Kartoffeln - sogenannte Nachtschattengewächse - sollten Sie Ihrem Hund nicht roh verfüttern. Auch wenn er davon höchstwahrscheinlich nicht sterben wird, so kann es zu Durchfall und Erbrechen sowie einer Störung der Gehirnfunktionen kommen.
Vorsicht auch bei Macadamianüssen: Diese enthalten einen Stoff, der für Hunde schon in geringen Mengen giftig ist. Der Verzehr dieser Nüsse kann zu Leberschäden und Lähmungserscheinungen führen.