Es war im Februar 2022, als ein verstörendes Video mit Fußballprofi Kurt Zouma in der unrühmlichen Hauptrolle weltweit für Entsetzen und Empörung sorgte. In einem Snapchat-Clip war der Sportler dabei zu sehen, wie er seine Katzen wie einen Fußball durch die Wohnung trat und schlug. Neun Monate später sprach der französische Fußballer erstmals öffentlich über den Vorfall.

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In einem Interview mit "Sky Sports" entschuldigte sich Zouma nochmals für seine Tat, die ihm neben einer Geldstrafe von umgerechnet 300.00 Euro vonseiten seines Vereins West Ham United eine Strafe von 180 Sozialstunden eingebracht hat. "Es war eine schwierige Zeit für mich und meine Familie. Offensichtlich habe ich etwas sehr Schlimmes getan, und ich entschuldige mich für das, was ich getan habe", sagte der 27-Jährige in dem Interview. "Ich weiß, dass es für die Leute sehr hart war, das zu sehen, und natürlich tut es mir sehr, sehr leid und ich empfinde große Reue deswegen. Jetzt versuche ich, mit meiner Familie weiterzumachen und nach vorne zu schauen."

Zouma: "Ich habe daraus gelernt"

Zouma weiter: "Ich habe daraus gelernt, das ist das Wichtigste, was ich dazu sagen kann." Außerdem bedankte er sich bei seinem Umfeld, beim Verein und bei den Fans für die Unterstützung, die er während der schwierigen Zeit nach der Tat erhalten habe. "Ich kann ihnen nicht genug dafür danken. Dieser Klub ist wie eine Familie."

West-Ham-Trainer David Moyes ließ den Innenverteidiger trotz öffentlicher Kritik weiter spielen. Der englische Erstligist verlor daraufhin einen seiner Sponsoren. Das Unternehmen wollte keinen Klub unterstützen, der tierquälerisches Verhalten nur mit einer Geldstrafe belegt.

Fans empfinden Strafe als zu lasch

Zouma hatte nach dem Vorfall beteuert, dass das Video ein tragischer Einzelfall gewesen sei und er seine Katzen eigentlich über alles liebe. Tierschützer, die das Video fleißig verbreiteten und den Fall ins Rampenlicht rückten, ließen den Sportler aber nicht so einfach davonkommen. Mitarbeiter der englischen Tierschutzorganisation "RSPCA" beschlagnahmten Zoumas Bengalkatzen. Im Mai bekannte sich Zouma der Tierquälerei schuldig und wurde zu 180 Sozialstunden verurteilt und mit einem fünfjährigen Tierhaltungsverbot belegt.

Dem Unmut vieler Fußballfans wird sich Zouma trotz seiner öffentlichen Entschuldigung wohl weiterhin aussetzen müssen. Immer wieder wird der Verteidiger ausgepfiffen. Einige Anhänger forderten nach dem Vorfall, dass der Franzose nicht mehr für die "Hammers" auflaufen soll.

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"Profifußballer sollten nicht wie Götter behandelt werden – wenn Fußballer gegen das Gesetz verstoßen, sollten sie bestraft werden", sagte Kevin Hind von der Fanorganisation "West Ham United Supporters‘ Trust" damals. Auch in Frankreich war die Empörung groß. Für die französische Nationalmannschaft lief Zouma seitdem nicht mehr auf.  © Deine Tierwelt