Urlaub mit dem Hund: Darauf sollten Sie achten

Der Hund ist in vielen Familien ein festes Mitglied und soll natürlich auch im Urlaub dabei sein. Doch der muss mit Vierbeiner besonders gut geplant sein, damit die Auszeit nicht zur Stresszeit wird. In der Galerie erfahren Sie, worauf Sie beim Reisen mit Hund achten sollten.

Entscheiden Sie sich für ein Urlaubsziel je nach Charakter Ihres Hundes. Wenn Ihr Hund schon bei kurzen Autofahrten unkontrolliert zu hyperventilieren beginnt, sollten Sie sich besser für eine kürzere Strecke entscheiden. Ein Urlaub in den heimischen Bergen oder an der Nordsee kann auch sehr schön sein.
Eine Reise mit Hund nach Australien oder Neuseeland ist so gut wie unmöglich, da Hunde in diesen Ländern für mindestens 30 Tage in Quarantäne müssen. Abgesehen davon ist eine solche Fernreise nicht gerade tierfreundlich. Der Ferienort sollte gründlich ausgewählt werden, um Ihrem Hund unnötigen (Flug-)Stress zu ersparen.
Es gibt viele Webseiten, die eine gezielte Suche nach hundefreundlichen Unterkünften ermöglichen. Manche Hotels oder Ferienwohnungen verlangen ordentlich Aufpreis für Ihren vierbeinigen Begleiter, bieten aber schlicht und einfach gar nichts dafür - außer die Erlaubnis, ihn mitzubringen. Finden Sie am besten vorher heraus, wie hundefreundlich ein Hotel tatsächlich ist.
Was darf Ihr Hund in der Unterkunft? Ist ein Hotel hundefreundlich, darf Ihr Vierbeiner auch in den Speisesaal. Aber wie ist die Ausstattung Ihres Zimmers? Gibt es bereits einen Fressnapf, eine Hundedecke und spezielle Handtücher für schmutzige Pfoten? Wenn ja, sparen Sie sich unnötig viel Gepäck.
Falls Ihr Hotel weder Wurst noch Extrawurst für Ihren Vierbeiner bereithält, sollten Sie selber unbedingt Handtücher zum Abtrocknen mitnehmen. Ein altes Laken eignet sich wunderbar, um die Couch oder das Bett im Hotel vor Verschmutzungen zu schützen, das spart später Ärger beim Auschecken.
Falls Ihr Hund einen empfindlichen Magen hat, nehmen Sie immer das gewohnte Hundefutter Ihres Lieblings mit, nicht jedes Land führt dieselben Marken. Außerdem sollten Sie eine Reiseapotheke und genügend Kotbeutel einpacken. Unschöne Hinterlassenschaften im Hotelgarten sind nirgends erwünscht ...
Planen Sie trotz Hund eine Flugreise, entscheiden Größe und Gewicht Ihres Hundes, ob er in der Transporttasche als Handgepäck mit ins Flugzeug darf oder im Frachtraum mitreisen muss. Chihuahuas und Yorkshire Terrier sind hier klar im Vorteil ...
Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Transport im Frachtraum eine große Belastung für Ihren Hund darstellt. Ein sanftes Beruhigungsmittel ist selbst für tiefenentspannte Hunde empfehlenswert. Die lauten Geräusche sowie die Druckunterschiede können so manchen Vierbeiner aus der Ruhe bringen.
Reist ein Hund im Frachtraum eines Flugzeugs mit, wird dieser geheizt. Wohlige Wärme wird trotz der Heizung sicherlich nicht aufkommen. Auch die Dunkelheit könnte Ihrem Hund zu schaffen machen. Deswegen sollte immer das Lieblingsspielzeug zum Kuscheln mit in die Transportbox gegeben werden. Das Wichtigste auf einer langen Reise ist allerdings das Wasser.
Falls Ihr Hund in der Kabine mitfliegen darf, denken Sie bei der Vorbereitung Ihrer Hundetransporttasche daran, dass diese auslaufsicher ist. Eine saugfähige Unterlage sollte auf jeden Fall hineingelegt werden, sonst könnte es eine feuchte Überraschung geben ...
Achtung bei der Buchung: Nicht alle Airlines erlauben Hunde an Bord. Informieren Sie sich unbedingt, bevor Sie ein Flugticket buchen, ob Ihr felliger Freund mitreisen darf. Ausnahmen sind Blinden- und Servicehunde, die allerdings vorher angemeldet werden müssen.
Tiere in der Kabine kosten in der Regel um die 50 bis 70 Euro, je nach Fluggesellschaft. Wesentlich teurer wird die Reise für Ihren Hund, wenn er im Frachtraum mitfliegt: Hier entscheidet die Größe und die Länge des Fluges. Das Ticket kann bis zu 300 Euro für einen großen Hund auf der Langstrecke kosten.
Landesgrenzen gelten nicht nur für zweibeinige Lebewesen - auch Ihr Hund braucht gültige Papiere, um ins Ausland zu fliegen und wieder heimzureisen. Seit 2004 gibt es den EU-Heimtierausweis, der auf Reisen innerhalb der EU unbedingt dabei sein sollte. Diesen erhält Frauchen oder Herrchen beim Tierarzt.
Im EU-Heimtierausweis wird der Halter des Hundes erfasst, sowie alle Impfungen und grundlegende Informationen über das Tier wie Name, Art, Fellfarbe und Geschlecht. Die Mikrochipnummer und Datum der Implantation findet sich ebenfalls unter den Angaben. Einen zusätzlichen Impfpass benötigt Ihr Hund dann nicht mehr, der tierische "Reisepass" gilt als Impfnachweis.