Ein Blick auf den Gehaltszettel verrät Ihnen nicht nur, wie gut es um Ihre Finanzen steht, sondern auch, ob sie schon ein Topverdiener sind. Eine neue Erhebung zeigt nämlich, ab welchem Gehalt man in Deutschland zu den zehn Prozent mit dem besten Einkommen gehört.

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Wann gehört man in Deutschland zu den Topverdienern, wann liegt man nur im Durchschnitt? Eine Erhebung des Sozio-oekonomische Panels im Auftrag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt nun, wie sich die Gehälter in Deutschland verteilen.

Die Zahlen werden seit 1984 erhoben und dafür werden immer wieder etwa 40.000 Menschen in 16.000 Haushalten befragt. Die neusten, nun veröffentlichten Zahlen, zeigen die Entwicklung im Jahr 2017.

Eine Grafik veranschaulicht: Zwischen Null und 3.550 Euro gibt es eine bauchige Kurve. Die meisten Menschen verdienen etwa 1.550 Euro netto im Monat. Die Anzahl derer, die über 3.550 Euro netto im Monat verdienen ist deutlich geringer.

Das durchschnittliche Nettomonatseinkommen in Deutschland ist während der letzten Jahre gestiegen: 2016 verdienten die Berufstätigen im Schnitt 1.869 Euro, ein Jahr später waren es 1.946 Euro.

So viel müssen Sie verdienen, um zu den oberen zehn Prozent zu gehören

Um zu den Topverdienern, den oberen zehn Prozent, zu gehören müssen Singles ein monatliches Nettoeinkommen von etwa 3.530 Euro haben. Bei Paaren ohne Kindern sind es 5.294 Euro.

Paare mit zwei Kindern unter 14 Jahren müssen etwa 7.410 Euro netto monatlich als Einkommen verbuchen, um zu den zehn Prozent der Bestverdiener zu gehören. Mit drei Kindern erhöht sich die Summe auf 8.455 Euro.

Das monatliche Haushaltseinkommen berechnet sich bei der Erhebung aus dem "Bruttoeinkommen aller Haushaltsmitglieder abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge und direkter Steuern wie der Einkommensteuer", heißt es auf der Webseite des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Zum Einkommen zählen beispielsweise auch Mieteinnahmen, Renten oder Arbeitslosen- und Kindergeld.

Verwendete Quellen:

  • Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.: "Forschungsdatenzentrum des SOEP"
  • Institut der deutschen Wirtschaft: "Wer zur Oberschicht gehört"
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