Wenn sich das Kind einen Fehltritt leistet, ist eine Strafe nicht immer das Richtige, sagen Experten. Welche Strategie Eltern stattdessen anwenden sollen, wird hier verraten.

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Ihr Kind hat Sie beschimpft, einen Spielkameraden geschlagen oder seine Hausaufgaben nicht gemacht? Viele Eltern setzen an dieser Stelle auf die Strategie der Bestrafung. Aber ist das wirklich der richtige Weg? Die Zeitschrift "Kinder!" (Ausgabe September 2019) rät stattdessen ein anderes Prinzip anzuwenden: die Wiedergutmachung.

Wer dem Kind sagt, dass es ohne Nachtisch ins Bett muss, wenn es das Verhalten wiederholt, straft aus Ärger. Solche Strafen seien für Kinder aber wenig nachvollziehbar, da sie sich zeitlich und inhaltlich nicht am Verhalten des Kindes orientiert. Und Eltern bringen sich unter Zugzwang, ihre angedrohte Strafe auch wirklich umzusetzen, wie die Pädagogen Laura Mans und Frank Untiedt vom SOS-Kinderdorf Hamburg in der Zeitschrift erklären.

Kindererziehung: Wiedergutmachung statt Strafe

Besser sei es daher, wenn der Nachwuchs den angerichteten Schaden wiedergutmacht. Etwa, indem das Kind ein Bild malt oder kleine Dienste in der Spielgruppe übernimmt, so die Vorschläge der Pädagogen. Dadurch würde ein Ausgleich zwischen Recht und Unrecht geschaffen und das Kind wieder in die Gemeinschaft eingegliedert.

Kind Bedenkzeit geben

Beim Aushandeln der Wiedergutmachung können sich Eltern, Kinder und Erzieher beteiligen. Es empfiehlt sich, dem Kind zunächst selbst etwas Bedenkzeit zu geben und einen Vorschlag machen zu lassen. Hat das keinen Erfolg, können die Eltern sich etwas überlegen. (dpa/eee)

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