Bienen und Wespen können manche nur schwer unterscheiden. Dabei gibt es ein paar klare Unterschiede, die dabei helfen, die Insekten auseinanderzuhalten.

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Bienen und Wespen sind ein fester Bestandteil unseres Ökosystems. Beide Insekten besitzen einen Stachel, mit dem sie uns Menschen stechen können. Bei genauerem Hinsehen haben die Tierchen aber nicht viel gemeinsam: Sie sehen unterschiedlich aus und verhalten sich anders, wenn sie auf Menschen treffen.

Wir verraten dir die wichtigsten Merkmale, die Bienen und Wespen unterscheiden. So kannst du die Insekten auseinanderhalten und richtig reagieren, wenn sie in deine Nähe kommen.

Biene oder Wespe: Optische Unterschiede

Bienen und Wespen sehen unterschiedlich aus. Anhand ihrer Farbe, Form und Behaarung kannst du die Insekten gut auseinander halten:

  • Wespen sind gelb-schwarz gestreift. Sie haben einen länglichen, schlanken Körper und die typische "Wespentaille".
  • Bienen sind etwas dunkler als Wespen, ihr gelb ist mehr bräunlich. Der Bienenkörper ist außerdem rundlicher und hat einen haarigen Pelz.

Bienen und Wespen werden beide etwa zehn bis 14 Millimeter groß. Hornissen hingegen können bis zu 30 Millimeter groß werden – sie sind eine heimische Wespenart.

Pollensammler oder Jäger?

Bienen und Wespen unterscheiden sich sehr in ihrem Verhalten. Bienen sind friedliche Pollensammler. Sie ernähren sich ausschließlich und Pflanzensäften und Nektar. Wespen hingegen sind Räuber – sie fressen gerne Fleisch und andere Nahrung, die auch Menschen essen. Wenn ein bienenähnliches Insekt einen gedeckten Tisch umschwirrt, ist es wahrscheinlich eine Wespe: Saft, Marmelade oder Wurst sind ein Festmahl für sie. Bienen hingegen interessieren sich nicht für unsere Lebensmittel. Mit einem bienenfreundlichen Garten bereitest du ihnen hingegen eine Freude.

Tipp: Decke Essen und Getränke ab, wenn du auf dem Balkon frühstückst oder im Park picknickst. So verhinderst du, dass der Geruch Wespen anzieht. Du kannst dafür zum Beispiel Bienenwachstücher verwenden.

Der Stich von Wespen oder Bienen

Die räuberischen Wespen nutzen ihren Stachel zur Jagd und sind angriffslustiger als Bienen. Letztere stechen nur im absoluten Notfall, um ihren Bienenstock zu verteidigen.

  • Bienen stechen nur einmal zu. Ihr Stachel hat einen Widerhaken, der in unserer Haut stecken bleibt. Ohne ihn stirbt die Biene nach einem Stich. Mit dem Stich gibt die Biene ihr gesamtes Gift ab – das ist ungefähr zehn mal so viel wie bei einem Wespenstich.
  • Wespen können ihren Stachel mehrmals benutzen und können öfter zustechen. Mit jedem Stich gibt die Wespe einen kleinen Teil Gift ab. Die Konzentration ist viel geringer als bei einem Bienenstich.

Egal ob Biene oder Wespe – ein Stich tut weh und brennt. Den Bienenstachel solltest du entfernen. Danach kannst du die Stiche mit Hausmittel behandeln:

Bienen und Wespen schützen: Das richtige Verhalten

Bienen und Wespen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems. Bienen bestäuben Pflanzen und halten so die Artenvielfalt aufrecht. Wespen hingegen bekämpfen andere Schädlinge und balancieren so das Ökosystem aus. Beide Insekten sind wichtig für eine gesunde Umwelt. Sie sind vom Aussterben bedroht und brauchen Schutz – töten darfst du sie auf keinen Fall.

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Wenn dir die Insekten zu Nahe kommen, solltest du Ruhe bewahren. Mach keine hektischen Bewegungen, schließe den Mund und bewege dich langsam. Von Bienen geht in der Regel keine Gefahr aus, sie stechen nur im Notfall. Wespen hingegen können aggressiv werden. Wenn sie nicht von alleine verschwinden, kannst du die Insekten mit natürlichen Mitteln vertreiben. Mehr dazu außerdem hier: Keine Panik vor Bienenschwärmen – So reagierst du richtig und Keine Panik: 10 Tipps gegen Wespen.

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