Nürnberg (dpa) - Am packenden Basketball-Krimi von Nürnberg hatte die deutsche Nationalmannschaft nur sehr bedingt Spaß.

Mehr News aus Bayern finden Sie hier

"Wir hätten uns einen anderen Ausgang gewünscht, aber so ist der Sport. Deswegen lieben wir den Sport auch", sagte Routinier Bastian Doreth nach der 66:69-Niederlage gegen Außenseiter Estland. Dass sieben NBA-Spieler und weitere Euroleague-Akteure terminbedingt nicht zur Verfügung standen, mag zwar grundsätzlich als Ausrede herhalten: aber nicht für eine Heimpleite gegen die im Basketball eher unbekannten Esten.

"Für uns ist es enttäuschend. Wir haben viele Dreier abgegeben. Wir haben defensiv gut gekämpft. Offensiv hatten wir große Probleme - dabei, den Ball zu bewegen und unsere Würfe zu treffen", konstatierte der neue Bundestrainer Gordon Herbert, der sich sein Debüt gewiss anders vorgestellt hatte. Dreieinhalb Monate, nachdem unter Henrik Rödl in Tokio das Olympia-Viertelfinale erreicht wurde, startete die Qualifikation für die WM 2023 mit einem Tiefschlag.

Das sah auch Topscorer Christian Sengfelder (21 Punkte) so. "Wir haben nicht genug aus unseren Möglichkeiten gemacht", sagte der Bamberg-Profi. Alle seien enttäuscht. Für das nächste Qualifikationsspiel in Polen am Sonntagabend (20.00 Uhr/Magentasport) hat das Herbert-Team schon mächtig Druck. Der 62-Jährige muss trotz der vielen Ausfälle eine Leistungssteigerung erwirken.

Auf die Frage, ob für die zweite Partie zumindest ein paar Euroleague-Akteure zum Team stoßen könnten, antwortete Herbert kurz und knapp: "Nein." Auch die Polen hatten ihr Auftaktspiel am Donnerstagabend überraschend verloren: mit 61:69 in Israel. Aus der Vierergruppe erreichen drei Teams die nächste Runde. Insgesamt qualifizieren sich zwölf europäische Mannschaften für das Endturnier 2023 in Japan, Indonesien und auf den Philippinen.

© dpa-infocom, dpa:211125-99-145908/5  © dpa

Nachrichten aus anderen Regionen