Nauen (dpa/bb) - Aus Sicht der Berliner Grünen-Fraktion läuft es bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen ukrainischer Kriegsflüchtlinge noch nicht rund.

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Immer noch seien sie mit komplizierten und kostenintensiven Anerkennungsverfahren konfrontiert, kritisieren die Abgeordneten in ihrem "Masterplan Ankommen & Teilhaben für Berlin", den sie bei ihrer Fraktionsklausur am Samstag im brandenburgischen Nauen beschlossen haben. Berlin müsse deshalb einerseits das Erlernen der deutschen Sprache fördern, andererseits die Anerkennung der beruflichen Abschlüsse beschleunigen.

Die Sprache noch besser zu lernen und mit einem Beruf auf eigenen Füßen zu stehen, seien wichtig für gutes Ankommen, argumentieren die grünen Parlamentarier. Eine schnelle Anerkennung sei auch eine Voraussetzung dafür, dass Geflüchtete nicht in prekäre Beschäftigung und Ausbeutung gezwungen würden. Die Grünen-Abgeordneten forderten, Zuschüsse für Anerkennungsverfahren schnell und unbürokratisch zu gewähren. Das Land Berlin solle sich außerdem dafür einsetzen, die Beratungsleistungen der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung auch geflüchteten Fachkräften in Berlin zugute kommen zu lassen.

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