Berlin (dpa/bb) - Mit viel Glück sind Menschen auf dem Boxhagener Platz in Berlin-Friedrichshain Verletzungen durch einen riesigen umstürzenden Baum entgangen.

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Die große Linde auf der Spielwiese, die seit langem unter Fäule und Pilzen litt, brach am Montagnachmittag in etwa fünf Meter Höhe ab, der lange Stamm und die ausladende Krone stürzten auf den Rasen, auf dem kurz vorher noch viele Dutzend Menschen in der Sonne saßen und lagen. Kurz vor dem Sturz habe es ein lautes Geräusch gegeben, so dass jemand die Polizei alarmiert und die Menschen gewarnt habe, wie eine Sprecherin des Bezirks am Dienstag sagte. Daher wurde wohl niemand getroffen. Noch am Dienstag lag der abgebrochene Baum auf der Wiese, mit Absperrband umgeben.

Die 100 Jahre alte Linde sei ein Naturdenkmal gewesen und im Sommer 2020 von einem Gutachter untersucht worden, so der Bezirk. "Dabei wurden Pilzbefall durch den Lackporling und fortgeschrittene Fäule mit daraus resultierendem Holzabbau festgestellt." Einige Äste des Baumes seien abgestorben gewesen. Zum Erhalt "dieses landschaftsprägenden Baums" sei die Krone gekürzt worden. Auch danach sei der Baum "regelmäßig begutachtet" worden. Die intensiven Bemühungen zum Erhalt des Baumes seien aber vergeblich gewesen.

Wie ein Gutachter vor einem halben Jahr zu dem Ergebnis kommen konnte, dass der Baum auf einer Wiese, die bei guten Wetter täglich von Hunderten Menschen genutzt wird, sicher sei, konnte die Sprecherin nicht sagen. Unklar sei auch, wie er an einem windstillen Tag wie dem Montag dann plötzlich umstürzte.

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