Potsdam (dpa/bb) - Die Grünen haben bei ihrer zweiten Sondierung mit der SPD über eine Regierungsbeteiligung die Forderung nach einer Absage weiterer Braunkohle-Tagebaue in der Lausitz betont. "Wir haben ein einziges Thema, was uns extrem wichtig ist und wo sich rote Linien finden", sagte Grünen-Spitzenkandidatin Ursula Nonnemacher am Mittwoch nach fast vierstündigen Beratungen in Potsdam. "Das ist die Aussage: Keine weiteren Tagebaue."

Derzeit ist offen, ob auch der Tagebau Welzow Süd II kommen wird - in dem Fall müssten weitere Orte umgesiedelt werden. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) reagierte unverbindlich. "Wir haben heute klar gemacht, was geht und was geht nicht", sagte der SPD-Landeschef. "Am Ende müssen Entscheidungen stehen, die für das Land tragen." Deshalb sehe er den weiteren Gesprächen mit großer Gelassenheit entgegen.

An diesem Donnerstag stehen Beratungen der möglichen Koalitionsalternativen an: SPD, CDU und Grüne sprechen zunächst miteinander, dann SPD, Grüne und Linke.  © dpa