Ketzin - Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt aus Sicht des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) zunehmend besser. Die Jobcenter intensivierten ihre Anstrengungen, Asylbewerber in Unternehmen zu vermitteln.

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"Wer zu uns kommt, soll möglichst schnell in Arbeit kommen. Das ist der beste Weg zur Integration und schafft Akzeptanz", sagte Woidke bei einem Besuch des Logistik-Centers der Hermes Germany GmbH in Ketzin im Havelland. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 75 Frauen und Männer aus 19 Nationen.

Etwa 9700 Menschen aus den acht häufigsten Herkunftsländern für Asylbewerber gingen in Brandenburg Ende 2023 einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach - das waren 1300 mehr als ein Jahr zuvor, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mit. Bei den Ukrainerinnen und Ukrainern waren demnach 4800 Menschen in Beschäftigung, 1000 mehr als im Dezember 2022.

BA-Regionaldirektion: Alle Beschäftigungspotentiale erschließen

"Mit Blick auf die demografische Entwicklung im Land Brandenburg ist es wichtig, alle Beschäftigungspotentiale zu erschließen, um die drohende Arbeitskräftelücke, die uns in den kommenden Jahren mit absoluter Sicherheit treffen wird, zu schließen", sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Ramona Schröder.

Das Land Brandenburg und die Regionaldirektion vereinbarten im November 2023 Maßnahmen zur schnelleren Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt. Dazu gehört laut Mitteilung eine noch intensivere Betreuung in den Jobcentern.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte im vergangenen Herbst ein Programm aufgelegt, um Geflüchteten schneller einen Job zu vermitteln - den sogenannten Job-Turbo. Heil verwies auf Zahlen der Arbeitsagentur, nach denen hierzulande im April 192.000 Ukrainerinnen und Ukrainer bundesweit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgingen. 48.000 seien geringfügig beschäftigt. Heil sieht aber auch noch Hürden wie die Berufsanerkennung, die zu bürokratisch sei. Zudem wirbt er angesichts der Sprachbarrieren für berufsbegleitende Sprachkurse.   © Deutsche Presse-Agentur

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