Frankfurt/Wolfsburg(dpa) - Im zähen Tarifkonflikt der Gebäudereiniger macht die Gewerkschaft IG BAU mit erneuten Warnstreiks Druck.

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Ab Donnerstag legten Beschäftigte bei Volkswagen in Wolfsburg sowie im nordhessischen VW-Werk Baunatal befristet die Arbeit nieder, wie die IG BAU mitteilte. An den beiden Standorten sollten die Warnstreiks, die etwa die Restaurants und Dienstleister in Wolfsburg sowie Industriereinigung in Baunatal betreffen, bis Freitag andauern. Bei Volkswagen in Wolfsburg gab es dadurch keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Gewerkschaft konzentriere sich nach den jüngsten Warnstreiks an Flughäfen nun auf Industriebetriebe, hieß es. Betroffen von Warnstreiks seien auch BMW in Dingolfing, Thyssenkrupp in Duisburg und Bayer in Berlin. Zu befristeten Arbeitsniederlegungen komme es ferner bei Siemens in Karlsruhe und Rastatt und beim Glashersteller Schott in Mainz, teilte die Gewerkschaft mit.

Der Tarifkonflikt in der größten deutschen Handwerkssparte mit rund 650 000 Beschäftigten ist nach sechs Verhandlungsrunden festgefahren. Die IG BAU verlangt in den Gesprächen zum Rahmentarif unter anderem die Einführung eines Weihnachtsgelds, was die Arbeitgeber strikt ablehnen. Diese hatten den Vertrag gekündigt, weil sie Teilzeitkräften keine Überstundenzuschläge zahlen wollten.

Mit Warnstreiks setzt die IG BAU Nadelstiche. Die Warnstreiks an Flughäfen am Dienstag blieben aber ohne Folgen für Passagiere.  © dpa

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