Hannover (dpa/lni) - Die Wirtschaft im Nordwesten befürchtet eine längere Schwächephase. "Wir haben einen sehr starken Zuwachs an pessimistischen Stimmen zu verzeichnen.

Mehr News aus Niedersachsen finden Sie hier

Das macht uns große Sorgen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN), Horst Schrage, am Donnerstag in Hannover. Die negativen Erwartungen griffen aus der Industrie zunehmend auf den Konsum und die Dienstleistungen über: "Auch andere Branchen sind vom Abwärtstrend erfasst worden." In der jüngsten Umfrage unter rund 1900 Mitgliedsunternehmen fiel der Indikator zum konjunkturellen Klima im Vergleich zum Vorquartal um zehn Punkte auf 95 Zähler.

Zur aktuellen Lage äußerten sich zuletzt noch 28 Prozent der Firmen positiv - ein leichter Rückgang um 3 Prozentpunkte verglichen mit dem Vorquartal, aber 11 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. 59 Prozent der Unternehmen zeigten sich zufrieden, 14 Prozent unzufrieden. Der Blick auf die kommenden Monate fiel spürbar skeptischer aus: Günstigere Geschäfte als bisher erwarteten nur noch 12 Prozent (Vorquartal: 13 Prozent), während ein Drittel (33 Prozent) mit einer schlechteren Entwicklung rechnet (Vorquartal: 22 Prozent). Eine knappe Mehrheit (55 Prozent) sieht derzeit keine größere Veränderung.

"Wir sehen im Augenblick nicht, wo der Wendepunkt sein kann", meinte Schrage. Für Unsicherheit sorgten vor allem der drohende Brexit und der Handelsstreit zwischen China und den USA. Vergleichsweise gut sehe es in der Bauwirtschaft aus, wo es volle Auftragsbücher gebe.  © dpa

Nachrichten aus anderen Regionen

Vor Beginn der Grippesaison wirbt Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann für eine Schutzimpfung.

Die Weichen für die Einführung eines Antisemitismus-Beauftragten waren schon gestellt. Unmittelbar nach dem Anschlag von Halle will die Regierung die Personalie nun entscheiden.