Mönchengladbach (dpa) - Ohne Hennes Weisweiler hätte es die heutige Rivalität zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln in dieser Form nicht gegeben - diese Ansicht vertritt Rainer Bonhof noch heute.

Mehr News aus Nordrhein-Westfalen finden Sie hier

"Ich würde behaupten: Er ist der eigentliche Vater dieses Derbys", sagte der Gladbacher Vize-Präsident im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

"Er wohnte ja in Köln und war Dozent an der Sporthochschule. Er hat uns eingetrichtert, dass wir in Köln nicht verlieren durften", berichtete der frühere Borussen-Profi und Weltmeister von 1974 weiter über die Zeit unter dem damaligen Borussen-Coach Weisweiler, der an diesem Donnerstag 100 Jahre alt geworden wäre.

Weisweiler, Mit-Begründer des 1. FC Köln, war zwischen 1964 und 1975 Trainer der Borussia und zwischen 1976 und 1980 beim FC. Laut Bonhof stachelte er seine Spieler vor den Duellen beider Clubs immer besonders an. "Aber auch wenn wir mal 1:1 da spielten, konntest du ihn drei Wochen nicht ertragen. Das war immer ein besonderer Anreiz", sagte der 67 Jahre alte Bonhof.

Das Rheinderby zwischen Gladbach und dem FC ist heute das größte in der Region und erinnert von der Rivalität der Club-Umfelder und der Fangruppen an das westfälische Derby zwischen dem FC Schalke und Borussia Dortmund. "Am Anfang war es auch nur ein Derby auf dem Platz, aber nicht im Umfeld. Das entwickelte sich erst daraus", sagte Bonhof weiter. Weisweiler war 1983 im Alter von lediglich 63 Jahren gestorben.  © dpa

Nachrichten aus anderen Regionen

Das gab es zuletzt vor mehr als 40 Jahren: Borussia Mönchengladbach empfängt als Spitzenreiter den FC Bayern München. Der Rekordmeister steht unter Druck.

Klos & Co. jubeln spät über ein Remis, während Verfolger Hamburg patzt: Bielefeld steht somit vorzeitig als Herbstmeister in der 2. Liga fest.