Über Wochen hatte ein unbekannter Feuerteufel Polizei und Feuerwehr in Bedburg in Atem gehalten. Nun meldet die Ende Juni eingesetzte Ermittlungsgruppe "Hecke" einen Fahndungserfolg: In der Nacht zu Dienstag konnten Polizisten einen Verdächtigen festnehmen. Der Mann hat laut Polizei "ein umfangreiches Geständnis" abgelegt.

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Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, für mehr als 25 Brände verantwortlich zu sein. Die Feuer soll er vornehmlich in Hecken und Sträuchern gelegt haben - das führte auch zur Namensgebung der Ermittlungsgruppe "Hecke".

Erleichterung nach Ermittlungserfolg

"Ich bin sehr froh, dass die intensiven Ermittlungen der Polizei so schnell zum Erfolg geführt haben und danke allen, die daran mitgewirkt haben", sagte Landrat Frank Rock, der auch Chef der Kreispolizeibehörde ist. "Ich freue mich sehr, denn dieser Ermittlungserfolg sorgt insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger aus Bedburg für Erleichterung."

Ermittler des Kriminalkommissariats 21, Fahnder und Beamte des örtlich zuständigen Streifendienstes hätten "taktisch abgestimmt zusammen an der Klärung der Brandserie" gearbeitet, teilt die Polizei mit. "Dabei gingen die bis zu sechzehn Polizistinnen und Polizisten zielgerichtet ersten Hinweisen auf einen möglichen Tatverdächtigen nach."

Mehrere Zeugen lieferten dann am Montagabend, 8. Juli, weitere Hinweise: Sie erkannten im Bereich der Königshovener Höhe zwei entstehende Feldbrände und meldeten ihre Beobachtungen an die Polizei sowie die Feuerwehr. Einem Anwesenden sei es gelungen, eine Brandstelle zu löschen. "Mit seinem schnellen Handeln verhinderte der aufmerksame Bürger nicht nur die Brandausdehnung, sondern sicherte auch noch Teile des als Brandbeschleuniger genutzten Materials, das für die Ermittlungen von großer Bedeutung ist", sagt ein Polizeisprecher.

Die herbeigerufenen Polizisten trafen den Verdächtigen noch in seinem Fahrzeug an und nahmen ihn vorläufig fest. Die Beamten stellten das Auto des Mannes und umfangreiche Beweismittel sicher. Weitere Angaben zur Person des Festgenommenen machte die Polizei nicht

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Die Ermittlungen gegen den nunmehr Beschuldigten wegen des Verdachts von mehr als 25 Sachbeschädigungen durch Feuer dauern an. Der deutlich schwerere Vorwurf der Brandstiftung wird ihm demnach nicht zur Last gelegt. Seit März waren im Stadtgebiet Bedburg Hecken, Felder, Bäume und Sperrmüll durch Feuer zerstört worden. Dabei entstand lediglich Sachschaden.  © Kölner Stadt-Anzeiger

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