Derzeit sind die Spielplätze an der Dammstraße in Sinthern, Am Römerpfad und am Mohnblumenweg (beide in Pulheim) gesperrt.

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Da dort Ratten gesichtet worden sind, hat das beauftragte Schädlingsbekämpfungsunternehmen Köder in Sicherheitsköderboxen ausgelegt. Sie enthalten den Wirkstoff Brodifacoum.

Es handelt sich um eine synthetisch hergestellte, hochgiftige chemische Verbindung, teilt die Pulheimer Stadtverwaltung mit. Brodifacoum hebt die natürliche Blutgerinnung auf, schädigt die Blutgefäße, das Opfer verblutet. Das Fachunternehmen kontrolliere die Köder wöchentlich, heißt es im Rathaus.

Pulheim bittet darum, einige Verhaltensweisen zu beachten

Sobald sie nicht mehr gefressen würden, sei dies ein Indiz, dass keine Ratten mehr da seien. Dann würden die Spielplätze wieder freigegeben. Wie lange der Spielplatz gesperrt bleibt, ist noch nicht absehbar. Wer Auffälligkeiten auf den Spielplätzen beobachtet, soll sich beim Jugendamt unter 02238/808490 melden.

Zuletzt waren die Spielplätze an der Alfred-Brehm-Straße und der Röntgenstraße (beide in Brauweiler) für einige Zeit gesperrt. Auch dort war ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen im Einsatz, nachdem Ratten gesichtet worden waren. Da der Stadtverwaltung derzeit vermehrt Hinweise "auf Schädlinge" auf öffentlichen Straßen, Kinderspielplätzen und in Privatgärten gemeldet werden, bittet sie die Bürgerinnen und Bürger, einige Verhaltensregeln zu beachten.

Wasservögel zu füttern ist untersagt

Um zu verhindern, dass die Rattenpopulation wächst, bittet sie darum, keine Lebensmittel- und Speisereste über die Toilette oder das Spülbecken und somit über die Kanalisation zu entsorgen, weder Abfälle noch Sperrmüll auf Grundstücken zu lagern, Haustiere "nur mit Bedacht" im Freien zu füttern.

Weiterhin bittet die Stadtverwaltung darum, unterwegs keine Speisereste wegzuwerfen, ausschließlich geschlossene Kompostiersysteme zu verwenden und Wasservögel und Wildtauben nicht zu füttern, da dies untersagt sei. Für die Rattenbekämpfung auf privaten Grundstücken seien die Eigentümerinnen und Eigentümer verantwortlich.

Vor zwei Jahren ist die Stadt schon einmal gezielt gegen Ratten in ihrem 300 Kilometer umfassenden Kanalnetz vorgegangen. Ein Unternehmen für Schädlingsbekämpfung hatte rund 100 Köderboxen in den Schächten installiert. Der Auftrag mit dem Schädlingsbekämpfungsunternehmen läuft über ein Jahr, der Auftragswert beträgt 95.000 Euro.

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Im Anschluss übernahm die Verwaltung die Rattenbekämpfung im Kanalnetz. "Derzeit sind 120 Köderboxen mit einem Wirkungskreis von jeweils 500 Metern in den Schächten des Kanalsystems fest installiert", teilt Stadtsprecherin Ruth Henn mit. Sie würden in einem 14-tägigen Rhythmus kontrolliert und entweder mit Lockködern oder bei reger Tätigkeit mit Gift belegt. "Die Köderboxen verschließen sich im Falle von ansteigendem Wasser selbsttätig, so dass kein Gift in den Wasserkreislauf gelangt."  © Kölner Stadt-Anzeiger

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