Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat von E-Tretroller-Anbietern deutlichere Hinweise auf die relevanten Verkehrsregeln gefordert. "Ich fände es schon gut, wenn die, die damit Geld verdienen, ihrer Pflicht besser nachkommen, ihre Kunden auch auf die Regeln hinzuweisen", sagte Wüst am Freitag in Düsseldorf. Die Hinweise müssten etwa in den Handy-Apps so dargestellt werden, "dass man sie nicht einfach wegwischt". Dazu gehörten die Empfehlung, einen Helm zu tragen, das Verbot, zu zweit auf dem Roller zu fahren, sowie die Hinweise, dass die gleichen Promille-Grenzen wie beim Autofahren gelten und dass man auf Fahrradwegen und nicht auf Bürgersteigen fahren müsse.

"Ansonsten gilt, dass eine freie Gesellschaft so etwas Neues auch mal ertragen kann", sagte Wüst. "Ich weiß, dass es vielen Leuten auf den Zeiger geht, aber uns gehen auch andere Sachen auf den Zeiger, die man nicht gleich verbietet." Kreuz und quer geparkte Leih-E-Scooter, verbotenes Slalomfahren zwischen Fußgängern auf Gehwegen oder auch betrunkene Fahrer sorgen in den Städten derzeit bei vielen Menschen für Unmut.

Wüst stellte am Freitag die Schwerpunkte des Landesverkehrsetats für 2020 vor. Der Etat soll laut Entwurf kommendes Jahr um 65 Millionen Euro auf 2,93 Milliarden Euro steigen. Besonders wichtig sei ihm der Einstieg in die vernetzte Mobilität, sagte Wüst.  © dpa