Neustadt (dpa/lrs) - Die Diskussion innerhalb des Pfälzerwald-Vereins (PWV) über einen möglichen Austritt aus dem Deutschen Wanderverband (DWV) dauert an. "Nachdem die für März geplante Mitgliederversammlung coronabedingt nicht stattfinden konnte, bleibt der Pfälzerwald-Verein zumindest bis Ende 2020 Mitglied im Deutschen Wanderverband", sagte Mark Neckel aus Kaiserslautern, einer der Gegner des Austritts.

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Die Initiative Pro Deutscher Wanderverband innerhalb des Pfälzerwald-Vereins sei der Ansicht, dass die Mitgliedschaft im DWV zumindest auch für 2021 bestehen bleiben sollte. Eine abschließende Abstimmung sollte dann in der nächsten Mitgliederversammlung erfolgen - wann immer dies sein werde, sagte Neckel, der Vorsitzende der PWV-Ortsgruppe Kaiserslautern-Erlenbach. "Nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft kommt es jetzt auf ein bis zwei Jahre auch nicht an."

Der PWV-Hauptvorsitzende Martin Brandl verwies auf die Sitzung des Hauptvorstands am 26. Oktober. Dort stehen neben aktuellen Themen - wie die Situation des Pfälzerwalds im Klimawandel und der möglichen Überarbeitung des Wegekonzepts - auch die Folgen der Corona-Pandemie für die nächste Hauptversammlung auf der Tagesordnung.

Befürworter eines Austritts sind der Ansicht, der Pfälzerwald-Verein könne vieles selbst organisieren - das sei auch kostensparend. Die Mitgliedschaft im Wanderverband kostet den Angaben zufolge 25 000 Euro im Jahr. Hingegen fürchten Gegner des Austritts unter anderem, dass die Wanderjugend des PWV den engen Kontakt zum Wanderverband verlieren könnte. Der 1902 gegründete PWV unterhält rund 100 Hütten und umfasst etwa 200 Ortsgruppen - auch in Rheinhessen und im Saarland. Der Verein mit Sitz in Neustadt hat 25 000 Mitglieder.  © dpa

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