Erfurt/Magdeburg (dpa) - Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) steht vor einer Ruhestandswelle bei den Pfarrerinnen und Pfarrern.

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Die Zahl der Eintritte in den Ruhestand verdopple sich etwa für die Zeit 2022 bis 2034, teilte die EKM am Mittwoch in Erfurt mit. Es gehe die "Babyboomer-Generation" aus dem aktiven Dienst. Zugleich stünden aufgrund des Geburtenknicks nach der Wende 1989 sowie folgender Abwanderungen weniger junge Menschen bereit, die den Pfarrerberuf ergreifen könnten, sagte Personaldezernent Michael Lehmann. Seit etwa sieben Jahren gehe die Zahl der Theologiestudierenden der EKM zurück.

Der erwartete Fachkräftemangel beziehe sich nicht nur auf den Pfarrberuf. Betroffen seien alle kirchlichen Berufe in der Gemeindepädagogik, Kirchenmusik und Verwaltung.

Die EKM engagiere sich stärker bei der Nachwuchsgewinnung, hieß es weiter. Dazu gehöre ein direkter Kontakt zu den Studierenden in Halle und Jena mit direkten Ansprechpartnern sowie Angebote der Seelsorge und der geistlichen Begleitung. Wichtig seien aber auch attraktive Wohnheimplätze für die Studierenden. Personaldezernent Lehmann sagte, es sollten auch Menschen in der zweiten beruflichen Lebensphase für den Pfarrberuf gewonnen werden.  © dpa

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