Magdeburg (dpa) - Nach den tödlichen Schüssen in Halle hat Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) am Mittwochabend einen Gottesdienst der Jüdischen Gemeinde in Magdeburg besucht.

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Es sei ihm wichtig gewesen, Solidarität mit den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu zeigen, sagte er im Anschluss. Das gelte erst recht vor dem Hintergrund, dass der Generalbundesanwalt von einer rechtsextremen Tat ausgehe. "Das ist eine furchtbare Tat, die mich auch persönlich zutiefst erschüttert", sagte Stahlknecht. Am Mittwoch war Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag.

"Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen, ich wünsche den Verletzten gute Besserung", sagte Stahlknecht. Zugleich dankte er den Einsatzkräften. "Die haben umsichtig und gut gehandelt."

Bei Schüssen im Umfeld einer Synagoge in Halle wurden zwei Menschen getötet. Der mutmaßliche Täter, ein 27 Jahre alter deutscher Staatsbürger, flüchtete zunächst. Später wurde er aber verletzt festgenommen. Die Ermittler gehen von einem antisemitischen Motiv aus und sehen ausreichend Anhaltspunkte für einen rechtsextremistischen Hintergrund.  © dpa

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