Dresden (dpa/sn) - Nach der Besetzung eines leerstehenden Hauses in Dresden prüft die Polizei weitere Maßnahmen.

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Es sei eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs aufgenommen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Am Samstag hatten sich nach Polizeiangaben zunächst etwa 200 Menschen vor dem Haus aufgehalten, einige waren hineingegangen und hatten Plakate aufgehängt. Wie viele Menschen die Nacht in dem Gebäude verbracht haben, war zunächst unklar.

Die Aktivisten wollen nach eigenen Angaben gegen steigende Mieten, Zwangsräumungen und Profitinteressen von Immobilienfirmen protestieren. "Menschen, die nicht aus Akademiker*innenfamilien stammen oder trotz harter Arbeit die hohen Mieten nicht bezahlen können, sind gezwungen, ihre Häuser zu verlassen", hieß es in einer Mitteilung. Die Aktivisten kritisierten in ihrem Statement unter anderem, dass das Gebäude seit 15 Jahren leer stehen soll und Kaufanfragen abgelehnt worden seien.

Anfang September hatte es in Leipzig drei Nächte hintereinander heftige Ausschreitungen geben, nachdem die Polizei im Leipziger Osten ein besetztes Haus geräumt hatte. Immer wieder war es zu Zusammenstößen mutmaßlicher Extremisten mit der Polizei gekommen. 11 Beamte waren verletzt worden, gegen 15 Beschuldigte wurden Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.  © dpa

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