Meißen (dpa/sn) - Bei einem weiteren Wildschwein in Sachsen ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen worden.

Mehr News aus Sachsen finden Sie hier

Ein im Landkreis Meißen geschossenes Wildschwein sei infiziert gewesen, teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den Befund. In Sachsen ist das der erste Schweinepest-Fall außerhalb des Landkreises Görlitz.

Das infizierte Tier wurde am 8. Oktober östlich der Autobahn 13 in der Nähe von Radeburg erlegt, der Befund im Rahmen des sächsischen ASP-Überwachungsprogramms festgestellt. Demnach werden alle auch vermutlich gesund geschossenen Wildschweine vorsorglich auf das Virus untersucht. Ein lokales Krisenzentrum hat die Arbeit aufgenommen und arbeitet mit dem Landestierseuchenbekämpfungszentrum zusammen.

Wie das Virus in den Landkreis Meißen - etwa 60 Kilometer außerhalb der bisher bestehenden Sperrzonen - gelangt ist, wird derzeit untersucht. "Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich nicht um eine Übertragung durch migrierende Wildschweine aus den infizierten Gebieten im Landkreis Görlitz handelt", so der Leiter des ASP-Krisenstabes, Sebastian Vogel. Insgesamt gibt es in Sachsen 549 bestätigte Fälle der Afrikanischen Schweinepest. Die ASP ist für den Menschen ungefährlich, nicht aber für Hausschweine.

© dpa-infocom, dpa:211014-99-591971/3  © dpa

Nachrichten aus anderen Regionen