Dresden (dpa) - Aufatmen bei Dynamo Dresden: Der sächsische Fußball-Zweitligist kann noch gewinnen, bezwang am Freitagabend den direkten Abstiegs-Konkurrenten SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 (1:0) und zieht infolge des dritten Saisonsiegs wieder an den Hessen vorbei auf den 17. Tabellenplatz.

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Alexander Jeremejeff (41.) erzielte vor 25 444 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion das Tor des Abends.

"Ich bin froh über drei Punkte. Dass es nur ein kleiner Schritt für uns sein kann, ist keine Frage", sagte Trainer Cristian Fiel bei Sky: "Wir brauchen dringend die Punkte und deshalb bin ich froh, dass wir heute damit angefangen haben."

Fiel kann nach zuvor fünf Niederlagen in Serie wieder durchatmen. Gegen den Aufsteiger nahm der 39-jährige Spanier drei Veränderungen im Vergleich zur Pleite in Stuttgart vor. Kapitän Marco Hartmann saß überraschend nur auf der Bank, für ihn rückte nach abgesessener Gelbsperre Patrick Ebert ins defensive Mittelfeld. Zudem durften sich Chris Löwe und Niklas Kreuzer wieder auf den beiden Außenbahnen beweisen.

Erstmals trafen beide Teams im Unterhaus aufeinander, in acht Drittliga-Duellen zuvor behielt fünfmal Dynamo die Oberhand. Und auch im am Freitagabend feierten die Sachsen nach langer Durststrecke wieder einen Erfolg. Doch es begann zäh. Wie schon in den Wochen zuvor bekam Dresden vor allem offensiv nur wenig zustande. Gegen zwei tiefgestaffelte Abwehrreihen des SV Wehen konnten sich die Hausherren im ersten Durchgang kaum Torchancen erarbeiten. Zwar spielte Dresden gefällig, auch von Nervosität war angesichts der prekären Lage nur wenig zu spüren, dennoch fehlte es an Ideen, um für Torgefahr zu sorgen.

Die Gäste aus der hessischen Landeshauptstadt verschanzten sich tief in der eigenen Hälfte und warteten geduldig auf Dresdner Fehler, um dann selbst schnell die einzige Spitze Manuel Schäffler einsetzen zu können.

In der gesamten Partie gelang das genau einmal in der 26. Spielminute, als Wiesbadens Toptorjäger eiskalt zum neunten Mal in dieser Spielzeit vollstreckte. Das Tor wurde jedoch von Schiedsrichter Martin Petersen nach Videobeweis aberkannt, da sich der Ball zuvor auf der gegenüberliegenden Seite bei einer Flanke von Jeremejeff bereits im Toraus befand.

Knapp 15 Minuten später durfte dann Dynamos schwedischer Angreifer selbst jubeln, als er die Fiel-Elf nach einer Hereingabe von Sturmpartner Moussa Koné mit 1:0 in Führung brachte und für pure Erleichterung bei Dynamos Anhang sorgte. Ein Nachspiel wird es jedoch aufgrund eines Knallkörpers geben, der im Anschluss an das Tor in unmittelbarer Nähe von Wiesbadens Schlussmann Lukas Watkowiak explodierte.

Der 23-Jährige konnte nach kurzer Behandlungspause weiterspielen und hatte nach der Pause gleich zweimal Glück, als Jeremejeff (47.) und Koné (53.) jeweils aus vielversprechender Position genau auf den Torwart zielten. Auch Innenverteidiger Florian Ballas (68.) und Ebert (89.) ließen beste Einschussmöglichkeiten liegen.  © dpa

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