Hörnum - Die schleswig-holsteinischen Muschelzüchter sind mit Zuversicht in die neue Saison gestartet.

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"Bereits bei den ersten Probeentnahmen konnten wir bis zu 39 Prozent Fleischanteil bei unseren Sylter Muscheln feststellen", sagte der Vorsitzende der Erzeugerorganisation schleswig-holsteinischer Muschelfischer, Heinz Maurus. Das sei ein absoluter Spitzenwert und zeuge von einer Superqualität der diesjährigen Ernte. Zum Vergleich: Bereits ein Fleischanteil von gut 30 Prozent gilt als sehr guter Wert.

Es wird mit einer Erntemenge von rund 15.000 Tonnen gerechnet. Der Durchschnittsertrag der vergangenen Jahre lag den Angaben zufolge bei etwa 12.000 Tonnen.

Ungeachtet der guten Aussichten für die Saison 2024 blicken die Muschelzüchter angesichts erschwerter Rahmenbedingungen nicht nur positiv in die Zukunft. So schränkt die zunehmende Versandung von Muschelkulturbezirken den Angaben zufolge Aufzucht und Ernte massiv ein oder macht sie unmöglich.

Zudem erschwert der marode Hörnumer Hafen zunehmend die Arbeit der Muschelzüchter. Sorge bereitet auch die neue Riffkartierung aus 2022, durch die es laut Erzeugergemeinschaft zu einer weiteren Einschränkung des Wirtschaftsgebietes kommt. Denn die Muschelfischerei ist auf Riffen tabu. Die Verhandlungen über die Ausgestaltung der Kompensationsregeln sind noch nicht abgeschlossen.  © Deutsche Presse-Agentur

Eröffnung der Muschelsaison auf Sylt
Es wird mit einer Ernte von rund 15.000 Tonnen gerechnet. © dpa / Axel Heimken/dpa
Eröffnung der Muschelsaison auf Sylt
Die Muschelzüchter erwarten eine Spitzenqualität mit einem Fleischanteil von 39 Prozent. © dpa / Axel Heimken/dpa
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