Kiel - Durch Sportveranstaltungen sind im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein etwa 79.000 Arbeitsstunden für die Polizei entstanden.

Mehr News aus Schleswig-Holstein finden Sie hier

Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage des SPD-Politikers Niclas Dürbrook hervorgeht, war die Landespolizei 108 Mal damit beschäftigt, mit einer Einsatzhundertschaft eine Sportveranstaltung zu begleiten. Zunächst hatte der "NDR" berichtet.

Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um Fußballspiele - vor allem um Spiele von Zweitligist Holstein Kiel (43) und des Drittliga-Absteigers VfB Lübeck (41). Das zeigt laut Dürbrook, dass die Einsatzintensität nicht alleine eine Frage der Liga ist. Die Landesregierung sollte prüfen, ob durch den Aufstieg von Holstein zusätzliche Belastungen auf die Landespolizei zukommen. Für weitere Belastungen sei mit Blick auf die Überstunden kein weiterer Spielraum möglich, so Dürbrook.

Zudem entfielen laut der Antwort auf die kleine Anfrage auch über 23.000 Arbeitsstunden auf Einsätze der Polizei in anderen Bundesländern. Dafür habe das nördlichste Bundesland eine Kostenerstattung von rund 600.000 Euro erhalten. Gleichzeitig habe aber auch Schleswig-Holstein mehr als 21.000 Euro an Hamburg zahlen müssen, als Kostenentschädigung für den Einsatz von Polizeibeamten aus der Hansestadt in Schleswig-Holstein.

Auffällig ist Dürbrook zufolge auch, dass beim Fußball selbst Nachwuchsspiele abgesichert werden müssen, während Handball und andere Sportarten teilweise in der Antwort der Landesregierung nicht auftauchen. Seiner Meinung nach darf man sich auf Dauer nicht damit abfinden, dass die Polizei durch Fußballspiele derart belastet wird.  © Deutsche Presse-Agentur

Nachrichten aus anderen Regionen
JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.