Erfurt/Nordhausen (dpa/th) - Mit einer Menschenkette vor der Synagoge ist am Samstag in Erfurt an die Opfer der antijüdischen Pogrome der Nationalsozialisten am 9. November 1938 erinnert worden.

Mehr News aus Thüringen finden Sie hier

Etwa 30 bis 40 Bürger stellten sich symbolisch schützend vor das jüdische Gotteshaus in der Landeshauptstadt Thüringens, wie der Sprecher der islamischen Ahmadiyya-Gemeinde Erfurt, Suleman Malik, sagte. Die Gemeinde hatte zu der Aktion aufgerufen, um ein Zeichen der Toleranz und Solidarität der Religionen zu setzen und gegen Antisemitismus und Antiislamismus einzutreten.

In Nordhausen wurde mit einer Kranzniederlegung am Standort der in der Pogromnacht in Brand gesetzten Synagoge an die damaligen Gräuel erinnert. Im Laufe des Samstags waren weitere Veranstaltungen in Thüringen geplant, unter anderem Andachten. In Jena sollten Konzerte an jüdische Nazi-Opfer, für die Stolpersteine in Fußwege eingelassen sind, erinnern.

Bei den Novemberpogromen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen in Brand und misshandelten, verschleppten und ermordeten jüdische Bürger.  © dpa

Nachrichten aus anderen Regionen

Jürgen Hoffmann bleibt Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG).

Ein sechs Jahre alter Junge hat sich aus dem Griff eines fremden Mannes befreien und fliehen können. Nach Angaben der Polizei vom Freitag wird gegen einen Verdächtigen ermittelt.