Erfurt (dpa/th) - Der Trend zum Familienhund ist in Thüringen ungebrochen. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 152 500 bellende Vierbeiner gehalten, teilte das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen-Presseagentur mit.

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In den vergangenen fünf Jahre stieg die Zahl der Hunde, die bei den Behörden wegen der Hundesteuer gemeldet werden müssen, um rund 20 000. Allerdings hat sich der rasante Zuwachs etwas abgeflacht.

Zwischen 2017 und 2018 erhöhte sich ihre Zahl nur noch um gut 1000, so das Innenministerium. Zum Welttag des Hundes an diesem Donnerstag wurde daran erinnert, dass Hunde seit Jahrhunderten treue Begleiter des Menschen sind.

Wie viele Hunde in Thüringen jedoch in den Tierheimen landen, weil ihre Besitzer ihre Anschaffung zu spontan beschlossen oder mit der Haltung der bewegungsfreudigen Tiere überfordert sind, wird von den Behörden statistisch nicht erfasst. Tierschützer berichten immer wieder von Fällen, in denen Hunde in schlechten, nicht tierartgerechten Bedingungen gehalten oder sogar ausgesetzt werden.

Mit der wachsenden Zahl der Vierbeiner steigen auch die Einnahmen aus der Hundesteuer. Nach Angaben des Finanzministeriums erhöhten sie sich innerhalb von fünf Jahren von 6,65 Millionen Euro auf zuletzt 7,96 Millionen Euro. Davon entfallen etwa ein Drittel - exakt 2,13 Millionen Euro - auf die sechs kreisfreien Städte Erfurt, Gera, Jena, Suhl, Weimar und Eisenach.

2018 hatte der Landtag die über Jahre umstrittene Rasseliste gefährlicher Hunde in Thüringen abgeschafft. Auf ihr standen unter anderem die Rassen American Staffordshire Terrier, Bullterrier oder Pitbull Terrier. Auffällige, beißende Hunde, welcher Rasse auch immer, müssen nun einem Wesenstest unterzogen werden. Ihre Halter müssen dann ihre Sachkunde nachweisen. Die Rasseliste war in Thüringen 2011 eingeführt worden - auch als Reaktion darauf, dass es ein Jahr zuvor zu einer tödlichen Beißattacke durch Hunde gekommen war.  © dpa

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