Das sind Deutschlands schönste Berge

In Deutschland wandern gehen? Vor allem im Süden des Landes, in der Landschaft der Voralpen und der Alpen, finden sich wunderschöne und vielseitige Wanderrouten mit atemberaubenden Bergpanoramen. Das sind unserer beeindruckendsten Berge! © 1&1 Mail & Media/teleschau

Jeder Berg und jedes Panorama ist einzigartig. Auch Deutschland hat eine Vielzahl an sensationellen Bergpanoramen, bizarren Felsformationen und spektakulären Gipfelregionen zu bieten. Wir zeigen Ihnen die einzigartigsten und schönsten Berge Deutschlands, die zu einer Tour oder auch nur zum Träumen einladen.
Die drei Gletscher an der Zugspitze sind der Höllentalferner (Bild), Südliche Schneeferner und der Nördliche Schneeferner. Aufgrund des Klimawandels sind die Gletscher in Gefahr - nicht so sehr der Höllentalferner, da er im Schatten der Felsen liegt. Gletscherführungen starten vom Tal aus und bieten einen interaktiven Erlebnisweg.
Zwar ist der 1.141 Meter hohe Brocken wesentlich kleiner als die Zugspitze, aber dennoch zählt der Berg im Mittelgebirge Harz als höchster Berg in Norddeutschland. Auf dem Berg herrschen im Winter extreme Wetterbedingungen, ähnlich wie in alpiner Lage: mit Schneestürmen bis hin zur Orkanstärke. Schuld daran ist die exponierte Lage.
Die meiste Zeit des Jahres ist der Brocken mit Wolken und Nebel verhüllt, doch kommt die Sonne durch, hat man eine unglaubliche Fernsicht: bei sehr guten Bedingungen kann man bis ins Rothaargebirge sehen, das über 160 Kilometer entfernt liegt. Bei exzellenter Sicht kann man sogar den etwa 224 km entfernten Fichtelberg erkennen. Weitere Attraktion: die schmalspurige Brockenbahn.
Nicht entgehen lassen sollte man sich eine Fahrt mit der Brockenbahn. Diese alte Dampflok führt durch zauberhafte Berglandschaft von der Ortschaft Drei Annen Hohne über Schierke auf den Brocken. Von dort gibt es eine große Auswahl an interessanten Wanderrouten durch den Harz.
Fast so hoch wie die Zugspitze liegt der Watzmann mit seinen 2.713 Metern mitten im Nationalpark Berchtesgaden. Das Markenzeichen des Bergs ist die beeindruckende Felsformation am Gipfel. Dabei wird in den markanten Hauptgipfel, dem Watzmann-Mann, und mehrere Nebengipfel, der Watzmann-Frau und den Watzmann-Kindern, unterteilt.
Die Ostwand des Watzmann zählt zu den höchsten Felswänden in den Alpen, die aus einer Höhe von 1.800 Metern fast senkrecht zum Königssee abfällt. Vor allem wegen der gefährlichen Wand wird der Watzmann Schicksalsberg genannt, denn über 100 Bergsteiger fanden hier schon ihren Tod. Vor der Felswand, am Fuß des Berges steht die Wallfahrtskapelle St. Bartholomä am Ufer des Königssees.
Der Drachenfels im Siebengebirge ist wohl der bekannteste Berg um Köln und Bonn. Aufgrund seiner exponierten Lage über dem Rheintal und der Burgruine auf dem Gipfelplateau erlangte der Drachenfels als Motiv der Rheinromantik seit dem 18. Jahrhundert weite Bekanntheit als touristische Attraktion. Die Gipfelregion ist über mehrere Wanderwege und die Drachenfelsbahn erreichbar.
Als höchster Berg im Bayerischen Wald thront der Große Arber in einer Höhe von 1.456 Metern. Wunderschöne Wanderwege führen am malerischen Großen Arbersee vorbei durch die tiefen Urwälder, die bis ans Ufer des klaren Bergsees reichen. Besonders die romantische Naturkulisse zieht Besucher an, die entweder zu Fuß oder mit der Arber-Bergbahn den Gipfel erklimmen.
Ein weiterer toller Aussichtsberg ist der Wendelstein in den Bayerischen Voralpen. 1.838 Meter hoch liegt der Berg zwischen dem Inntal und dem Tal der Leitzach. Den Gipfel erreicht man entweder mit der historischen Wendelsteinbahn oder der Großkabinenseilbahn. Ganz oben auf dem Gipfel des Wendelsteins befindet sich Deutschlands höchstgelegene Kirche: das Wendelsteinkircherl.
Zusätzlich zum kleinen Wendelsteinkircherl auf dem Gipfelplateau des Wendelsteins kann die Wendelsteinhöhle besucht werden. Die Höhle ist Teil eines ganzen Höhlensystems, welches sich durch das markante Gipfelmassiv zieht. Im Inneren ist es selbst im Juli und August eisig kalt, am Höhlen-Eingang liegt sogar Schnee. Also: warm anziehen für eine Führung durch die Höhlen.
Am nördlichen Alpenrand im Allgäu liegt das 2.224 Meter hohe Nebelhorn inmitten einer populären Wanderregion. Die Talstation ist im Wintersportort Oberstdorf, von wo aus die Nebelhornbahn in die hochalpine Gipfelregion führt. Dort befindet sich mit dem Nordwandsteig ein spektakulärer Kurzwanderweg, der über eine Stahlkonstruktion an einer Felswand entlang führt.
Ebenfalls in den Allgäuer Alpen östlich von Oberstdorf liegt das Bergmassiv Rubihorn, das zusammen mit dem Nebelhorn zur sogenannten Daumengruppe zählt. Eine beeindruckende Bergtour führt über den Gaisalpsee auf das 1.957 Meter hohe Rubihorn. Zur Belohnung gibt es eine atemberaubende Aussicht und zahlreiche Einkehrmöglichkeiten sowie Badegelegenheiten auf der Tour.
Der 1.876 Meter hohe Iseler im Allgäu ist der Hausberg von Oberjoch und Bad Hindelang (Bild). Der Aufstieg erfolgt auf Wanderwegen durch das Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen entlang Bachläufen und beeindruckenden Wasserfällen. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf das herrliche Panorama der Tannheimer Berge.
Der höchste Berg in Sachsen ist der Fichtelberg mit einer Höhe von 1.215 Metern. Hier befindet sich die älteste Luftseilbahn Deutschlands: die Fichtelberg-Schwebebahn von 1924. Die Talstation liegt in Oberwiesenthal, ein berühmter Wintersportort auf der deutsch-tschechischen Grenze. Auf der dortigen Rennrodelbahn und den Fichtelbergschanzen trainierten schon deutsche Olympiasieger.
Die Wasserkuppe in Hessen punktet mit einer 950 Meter hohen Panoramaaussichtsplattform in alle Richtungen. Bei guten Wetterbedingungen hat man vom Gipfel aus eine fantastische Fernsicht über die Mittelgebirgslandschaft der Rhön, des Thüringer Waldes und des Spessarts. Bekannt ist die Wasserkuppe vor allem für das Segelflugzentrum mit der ältesten Segelflugschule der Welt.
Der Kahle Asten liegt bei Winterberg im Hochsauerland. Mit 842 Metern ist er nicht der höchste Berg im Rothaargebirge, aber der berühmteste. So wird er oft bei Wettermeldungen genannt, da sich am Gipfel eine permanent besetzte Wetterwarte befindet. Vom Aussichtsturm der flachen Gipfelregion hat man eine fantastische Fernsicht - im besten Fall bis zum 163 Kilometer entfernten Brocken im Harz.
Zu wunderschönen Bergtouren lädt die Kampenwand in den Chiemgauer Alpen ein. Von weit sichtbar ist der markante, zackige Felsgipfel, der an den Kamm eines Hahns erinnert und das große "Chiemgau-Kreuz" trägt - das größte Gipfelkreuz in den Bayerischen Alpen. Der beliebte Aussichtsberg mit seinen 1.664 Metern belohnt mit einer tollen Aussicht: an klaren Tagen bis zum Münchner Olympiaturm.
Die Kampenwand bei Aschau ist vor allem bei Wanderern, Mountainbikern und Gleitschirmfliegern beliebt. Und auch Kletterer kommen auf ihre Kosten: Von der Bergbahn aus sind die Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden schnell erreichbar. Als Belohnung kann man sich in einer der vielen bewirtschafteten Almen auf eine köstliche Brotzeit freuen.
Der Herzogstand in den Bayerischen Voralpen zählt als Münchner "Hausberg" zu den beliebtesten Wanderzielen im Münchner Umland. Der Berg liegt zwischen Kochelsee und Walchensee und bietet so einen grandiosen Gipfelblick. Der Aufstieg auf den 1.731 Meter hohen Berg erfolgt in etwa vier Stunden auf guten Wegen durch zum Teil dichten Bergwald.