Bekannte Reiseziele und ihre "Doppelgänger" in Deutschland

Die Corona-Pandemie hat vielen einen Strich durch ihre Reisepläne gemacht. Statt Karibik heißt es Köln, statt Sandstrand höchstens Stadtstrand. Doch wer schon unter Fernweh leidet, für den lohnt sich eine Reise durch Deutschland. Denn einige bekannte Orte haben erstaunliche "Doppelgänger" hierzulande.

Neben Paris liegt das Schloss Versailles - eine der größten Palastanlagen Europas. Dort warten prunkvolle Gemächer, aber auch eine herrliche Außenansicht und weite Parklandschaften auf die Besucher. Á propos Besucher: Davon gibt es hier natürlich Massen. Wer es etwas ruhiger möchte, der wird in Bayern fündig ...
... genauer gesagt am Chiemsee. Auf der Insel Herrenchiemsee steht das Neue Schloss Herrenchiemsee, das ab 1878 nach dem Vorbild von Versailles erbaut wurde. Kein Wunder also, dass es dem Palast in Frankreich ähnelt. Deutlicher Vorteil: An einem heißen Tag kann man nach einer Besichtigung gleich in den Chiemsee springen.
Rund neun Stunden muss man im Flugzeug sitzen, um von Deutschland nach China zu gelangen. Noch komplizierter wird die Anreise, wenn es sogar bis zu dieser Sehenswürdigkeit gehen soll: dem Zhangjiajie National Forest Park in der Provinz Hunan. Wer den Weg auf sich genommen hat, kann die steil in den Himmel ragenden Felsen bewundern. Doch bei Felsen macht Deutschland keiner was vor - auch hier kann eine Region mithalten.
Beeindruckende Sandsteine ragen auch in der Sächsischen Schweiz aus dem Boden. Ein Paradies für Kletterer, aber auch Tagestouristen und diejenigen, die ihre Wanderschuhe einweihen wollen. Ganz klarer Vorteil: Statt zu fliegen, setzt man sich einfach ein paar Stunden in den Zug bis nach Dresden.
England ist nicht gerade für sonnigen Strandurlaub bekannt, dieses Meer-Panorama kann aber trotzdem überzeugen. Die weißen Klippen von Dover haben sich einen Namen gemacht und locken immer wieder Spaziergänger und Wanderer an.
Auf die traditionelle Teatime muss man auf Rügen vielleicht verzichten, auf ein beeindruckendes Klippen-Panorama aber nicht. Der Wald hat hier schon etwas mehr Platz eingenommen, Touristen kommen aber trotzdem auf ihre Kosten.
Die Provence: Schon bei dem Namen der französischen Region haben die meisten wohl die üppigen lila Lavendel-Felder vor Augen und den herrlichen Duft davon in der Nase.
Wer ein Auge zudrücken kann, der wird auch in Deutschland fündig. Etwas rustikaler als die geordneten Lavendelfelder kommt die Lüneburger Heide in voller Pracht daher. Wer sich das lila Spektakel nicht entgehen lassen will, der sollte jetzt noch schnell buchen: Die Blütezeit der Heide ist vor allem August und September. Kleiner Nachteil: Auf französische Leckereien muss man hier wohl leider verzichten.
Die Yosemite Falls im Nationalpark in Kalifornien locken jedes Jahr zahlreiche Touristen an. Aber Berge, Wasser und Wanderungen - das sollte Deutschland doch auch hinkriegen. Oder?
Klar! Zumindest auf den Bildern könnte man den Röthbachfall in Berchtesgaden durchaus für den Wasserfall in den USA halten.
Dieses Panorama zeigt die französische Stadt Béziers. Vor allem die Cathédrale Saint-Nazaire prägt das Stadtbild. Mit der Nähe zum Mittelmeer kann es der deutsche Doppelgänger von Béziers zwar nicht aufnehmen, doch das Panorama kann mithalten.
In Heidelberg trohnt die Schlossruine über der Stadt, dem Neckar und der alten Brücke. Besonders für Geschichtsfans lohnt sich ein Ausflug in die schon im 12. Jahrhundert gegründete Stadt.
Normalerweise ist Venedig von Touristen geradezu überschwemmt, während und kurz nach der Corona-Pandemie war es plötzlich wie leergefegt. Wer eine klassische Gondelfahrt machen möchte, der muss trotzdem nicht bis nach Italien reisen.
Ein wenig Fantasie muss der Besucher durchaus mitbringen. Denn in Bamberg kann man zwar Gondel fahren, der Ausblick unterscheidet sich aber deutlich von dem in Venedig. Statt Massentourismus können Sie hier immerhin noch etwas Ruhe genießen - und probieren Sie statt importiertem italienischen Wein doch mal den fränkischen.
Die Golden Gate Bridge ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Amerikas. Sie wurde 1937 in Betrieb genommen und ist 2.737 Meter lang. Wer die Reisebilder lieber vor der eigenen Haustüre knipst, der wird auch in Deutschland fündig.
Zumindest aus der Ferne ähnelt die Rheinbrücke Emmerich der Golden Gate Bridge. Zwar ist die ebenfalls rote Hängebrücke nahe Kleve nicht so bekannt wie ihr Pendant in San Francisco, einen Rekord stellt sie aber trotzdem auf: Mit 803 Metern ist sie die längste Hängebrücke Deutschlands.
Eine weitere Sehenswürdigkeit der USA ist das "Horseshoe Bend", eine hufeisenförmige Biegung des Colorado River in Arizona. Oberhalb des Flusses hat man eine tolle Aussicht auf die steinige Wüste Arizonas.
Eine ganz ähnliche Flussbiegung findet man bei der Saarschleife. Bewundern kann man sie von der Aussichtsplattform oder aber von einem Baumwipfelpfad. Warum also bis nach Amerika fliegen?
Im Banff National Park in Kanada liegt der Moraine Lake. Herrlich, wie sich die Berge in dem glasklaren Wasser spiegeln. Doch Berge und Wasse - das kann Deutschland auch!
Nahe Garmisch-Partenkirchen liegt der Eibsee. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Zugspitze. Die vielen kleinen Insel in dem See sind auf einen Bergsturz, der sich zwischen 1700 v. Chr. und 1.400 v. Chr. ereignete, zurückzuführen.