So schön ist Deutschland: Diese Nationalparks sind eine Reise wert

Bei der Urlaubsplanung muss trotz der Corona-Pandemie nicht nur Balkonien auf Ihrer Liste stehen. Entdecken Sie Deutschland als Urlaubsziel. © 1&1 Mail & Media/teleschau

In Deutschland gibt es insgesamt 16 Nationalparks. Das sind Regionen, die besonderen Schutz vor menschlichem Einfluss genießen und sich selbst überlassen sind. Tiere, Bäume und Pflanzen können sich frei entfalten und werden besonders vor Umweltverschmutzung beschützt. Wenn Sie einen der folgenden beeindruckenden Orte zur Erholung besuchen möchten, sollten Sie aber stets gewisse Regeln beachten ...
Hinterlassen Sie niemals Ihren Müll, folgen Sie nur den beschilderten Wanderwegen, nehmen Sie nichts mit, was in die Natur gehört, entzünden Sie kein Feuer (auch nicht zum Grillen), nehmen Sie Ihren Hund an die Leine. Sie sollten sich außerdem möglichst ruhig verhalten. Ferngesteuerte Fluggeräte, wie beispielsweise Drohnen, sind in Nationalparks verboten.
Der älteste Nationalpark Deutschlands, 1970 gegründet, ist der Bayerische Wald. Er bildet zusammen mit dem tschechischen Nationalpark Böhmerwald die größte zusammenhängende Waldfläche Zentraleuropas. Wildbeobachtung gehört im Bayerischen Wald zum Pflichtprogramm. Mit etwas Glück sehen Sie Fischotter, Siebenschläfer, Schwarzstörche, Wespenbussarde, Wildkatzen, Auerhühner oder Wanderfalken.
Auch der Nationalpark Berchtesgaden liegt im schönen Bayern. Prächtige Alpenlandschaften erfreuen hier das Herz jeden Wanderers. Wer hoch hinaus will, besteigt den Watzmann (Bild), der mit 2.713 Meter in die Höhe ragt. Im Hochgebirge von Berchtesgaden leben Murmeltiere, Schneehasen, Schneemäuse, Steinadler und Alpenschneehühner. Vor allem der malerische Königssee ist weltberühmt für seine Schönheit.
Ebenfalls in Süddeutschland, in Baden-Württemberg, liegt der Nationalpark Schwarzwald. Er gilt als der wichtigste deutsche Lebensraum für den Specht. Wilde Wasserfälle und rötlich-braune Felsformationen können Sie in den Wäldern, die auf der ältesten Mittelgebirgsformation von Europa stehen, bestaunen. Wildschweine, Alpenspitzmäuse, Rothirsche, Raufußkauze, Baummarder und Rehe fühlen sich hier zuhause.
Im Westen von Deutschland, in Rheinland-Pfalz und im Saarland, befindet sich der Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Die Buchenwälder, mit dem größten Wildkatzenvorkommen Europas, wurden erst 2015 zum Nationalpark ernannt. Im jüngsten Nationalpark Deutschlands leben außerdem Fledermäuse, Rehe und besondere Vogelarten wie der Schwarzstorch oder der Schwarzspecht (Bild).
Auch der Nationalpark Eifel liegt im Westen von Deutschland und ist der bislang einzige Nationalpark in Nordrhein-Westfalen. In den Buchenmischwäldern leben ebenfalls Wildkatzen und Schwarzstörche. Erdkröten, Feuersalamander und Biber gehören zu den 2.000 bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die hier beheimatet sind. Der Nationalpark Eifel ist geprägt von dichten Laubwäldern, Bächen und Seen.
Im Mitteldeutschen Raum, im Bundesland Hessen, finden Sie den Nationalpark Kellerwald-Edersee. Der Name birgt das wichtigste Ausflugsziel des Nationalparks: Der Edersee gehört zum Pflichtprogramm für Besucher der Region. 10.000 verschiedene Pflanzen-, Pilz- und Tierarten sind hier heimisch, unter anderem viele seltene Vögel wie Kolkrabe, Schwarzstorch, Raufußkauz, Uhu und Sperlingskauz.
In Thüringen erstreckt sich über 7.513 Hektar der Nationalpark Hainich. Auf einem Baumkronenpfad können Sie den Park von einer ganz neuen Seite entdecken. Vor allem im Frühjahr lohnt sich ein Besuch der größten nutzungsfreien Laubwaldfläche Deutschlands, denn die Natur verwandelt sich dann zu einem regelrechten Blütenmeer. 14 Fledermausarten sind hier ebenso beheimatet wie sieben verschiedene Spechtarten.
Der Nationalpark Sächsische Schweiz ist berühmt für seine atemberaubenden Wanderwege inmitten von bizarren Felsformationen. Die Sächsische Schweiz ist der einzige Felsen-Nationalpark Deutschlands und beliebter Urlaubsort für Kletterer. Seltene Tiere wie Luchse, Kreuzotter oder Ringelnatter können Sie mit etwas Glück beim Wandern beobachten.
Wanderer werden auch im Nationalpark Harz, der sich rund um den Berg Brocken erstreckt, auf ihre Kosten kommen. Der Harz befindet sich in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und ist der größte Waldnationalpark Deutschlands, die Natur bietet viele Moore, Felsen und Bäche. Auf Besucher warten sieben Waldgaststätten, Natur-Erlebnispfade, Luchsfütterungen und Wildtier-Beobachtungsstationen.
Über 10.323 Hektar erstreckt sich der brandenburgische Nationalpark Unteres Odertal direkt an der polnischen Grenze. Gewässer, Sümpfe, Moore und Wälder prägen das Bild, Besucher können den Nationalpark beim Wandern, Radfahren oder bei einer Kanutour erkunden. Fischotter, Biber und Zugvögel wie Weißstörche, Uferschnepfen, Singschwäne sowie der äußerst seltene Seggenrohrsänger sind hier zu finden.
Eine Vielzahl an kleinen und großen Gewässern, Mooren und Röhrichten finden Sie im Nationalpark Müritz im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, auch Buchen- und Kiefernwälder gehören zur Fauna. Diese besondere Landschaft können Sie auf dem Fahrrad oder beim Wandern bestaunen und auf einem der vielen Rastplätze zur Ruhe kommen. Mit etwas Glück sehen Sie See- und Fischadler, Schwarzstörche oder Kraniche.
Mit 3.003 Hektar ist Jasmund der kleinste Nationalpark Deutschlands, angesiedelt auf der Insel Rügen. Seit 2011 gehört Jasmund zum UNESCO-Weltnaturerbe. Besuchen Sie die Kreidefelsen, die zu seinen bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören. Außerdem warten Buchenwälder und sogar Orchideen auf die Besucher. Vom höchsten Punkt der Insel, dem Königsstuhl, können Sie den Blick auf die Weiten des Meeres genießen.
Dünen, Strände, Windwatten, Wälder und Salzwiesen finden Sie im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, dem dritten Nationalpark im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Im Herbst ist das nordöstliche Gebiet Kranichrastplatz und wird zu einem beliebten Urlaubsort für Tierbeobachtungen. Mit etwas Glück können Sie außerdem Wildschweine, Mufflons oder sogar Kegelrobben beobachten.
Im hohen Nordwesten Deutschlands finden Sie gleich drei Nationalparks: Das Niedersächsische Wattenmeer, das Hamburgische Wattenmeer und das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer. Alle drei gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe. Dünen und Salzwiesen sind typisch für die Wattenmeere, ebenso Seehunde und Kegelrobben. Selbst der vom Aussterben bedrohte Schweinswal lässt sich in den Nationalparks gerne mal blicken.