Vor allem im Ausland kommt die Frage nach dem Bargeld im Urlaub zum Tragen. Wie Philipp Rehberg von der Verbraucherzentrale Niedersachsen betont, verläuft die Situation innerhalb Deutschlands ja "wie zu Hause". Hierzulande gibt es oft die Möglichkeit, sowohl mit als auch ohne Bargeld zu bezahlen, und in der Regel kann man auch in der Nähe Geld abheben.

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Die Lage im Ausland variiert stark. "In ein paar Ländern ist es kaum noch möglich, mit Bargeld zu bezahlen", sagt der Finanzexperte. Das gelte beispielsweise für die skandinavischen Länder, die Niederlande und Südkorea. In diesen Regionen hat es folglich wenig Sinn, Bargeld bei sich zu tragen.

Bargeld im Urlaub: Wie viel sollte man dabeihaben?

Es gibt jedoch Gelegenheiten, in denen es von Vorteil ist, Bargeld zur Hand zu haben. Zum Beispiel, wenn eine Parkgebühr anfällt und keine Möglichkeit besteht, bargeldlos zu bezahlen. Oder wenn die eigene Kreditkarte in einem Restaurant nicht akzeptiert wird.

Wie viel Bargeld sollte man denn nun mit in den Urlaub nehmen? Das lässt sich nicht pauschal sagen und hängt natürlich mit den eigenen Bedürfnissen zusammen. Eine Umfrage von YouGov im Auftrag der Postbank ergab jedoch, dass etwa 37 Prozent der Deutschen genug Bargeld mitnehmen, um die meisten oder sogar alle Ausgaben während des Urlaubs zu decken.

Die Postbank hält dies für zu riskant. Als Richtlinie empfiehlt sie lediglich eine überschaubare Menge an Geld, die ausreiche, um kleinere Ausgaben in den ersten Tagen abzudecken. Dazu zählen beispielsweise Taxifahrten, Snacks am Bahnhof oder Trinkgelder für das Hotelpersonal. "Nimmt man viel Bargeld mit, kann auch viel geklaut werden", betont Philipp Rehberg.

Nicht zu kurzfristig umtauschen

Reisende haben oft die Möglichkeit, bereits am Flughafen oder Bahnhof im Urlaubsland Geld abzuheben. Alternativ ist es möglich, vor der Abreise etwas umzutauschen. Ob es günstiger ist, das Geld vorher oder erst vor Ort zu wechseln, hängt von den individuellen Gebühren ab und lässt sich nicht pauschal sagen.

Wer allerdings vorher umtauscht, sollte bedenken: Unter Umständen kann es nicht so schnell und einfach sein, eine bestimmte Währung zu ordern. Das gilt nicht nur für besonders exotische Währungen. "Fragen Sie daher am besten rechtzeitig bei Ihrer Bank an", empfiehlt der Verbraucherschützer.

In manchen Ländern ist es wiederum verboten, Bargeld einzuführen – oder es ist nur bis zu einem bestimmten Betrag erlaubt, so zum Beispiel in Russland. Informationen hierzu sind online in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes zu finden. Dort können sich Reisende auch allgemein über die Währung, Zahlungsmethoden und gesetzlichen Bestimmungen bezüglich Geld und Karten im jeweiligen Zielland informieren.   © dpa/bearbeitet durch ella

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