McLaren-Pilot Fernando Alonso beschreibt seine Erfolge in den Zeiten seiner Rivalität mit Michael Schumacher, in denen er sich zwei Formel-1-WM-Kronen schnappte, als prestigeträchtiger als spätere Meriten. Der Spanier bekundet bei 'Sky Sports F1': "Der Wert der Siege und Titel wurde größer und größer, nur weil Michael da war. Er war die Messlatte, der große Champion und die Legende", schwärmt Alonso von Rennen gegen den siebenmaligen Gesamtsieger, "es galt, ihn zu schlagen."

Überhaupt äußert sich Alonso nur lobend über die Zeit von 2003 bis 2006, in der er als gefeiertes Talent erstmals für das Renault-Werksteam an den Start ging. "Als ich 22 Jahre alt war, habe ich eine fantastische Zeit erlebt. Die Truppe war der Wahnsinn", so Alonso. Er zählt seinen Teamkollegen Jarno Trulli, Technikchef Bob Bell und Chefingenieur Pat Symonds als Aushängeschilder auf. Doch es war auch ein Lebensabschnitt, in dem er sich von vielen Dingen verabschieden musste.

Zum Beispiel davon, ein normales Privatleben zu führen und wie jeder andere in den Supermarkt zu spazieren, während in seiner spanischen Heimat der Hype um seine Person losbrach: "Es hat sich alles verändert. Ich konnte nicht mehr auf die Straße gehen und war jeden Tag im Fernsehen", meint Alonso über die Schattenseiten des Ruhmes. "Da war ich 23 oder 24 Jahre alt. Es war eine große Show."© Motorsport-Total.com GmbH