Der Abschied von Nico Rosberg und Jenson Button ist für Bernie Ecclestone "ein freudiges Ereignis". Außerdem will der Formel-1-Boss Mick Schumacher in der Szene sehen.

Nach dem plötzlichen Abschied von Weltmeister Nico Rosberg aus der Formel 1 suchen die deutschen Fans der Szene ihren nächsten Star. Zunächst ruhen die meisten Hoffnungen auf Sebastian Vettel, der mit Ferrari seinen fünften Titel einfahren möchte.

Perspektivisch ist unter anderem bereits Mick Schumacher in den Fokus gerückt. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher startet nach starken Darbietungen in der Formel 4 in diesem Jahr mit dem Topteam Prema in der Formel-3-EM durch.

Michael Schumacher. Drei Jahre ist sein Skiunfall her. Aus einem launigen Weihnachts-Silvester-Geburtstags-Urlaub wurde ein tagelanger Kampf gegen den Tod. Sein jetziger Zustand: Weiter keine Details. Für die Fans wurde ein virtuelles Fahrerlager geschaffen.

Schumacher zu Mercedes?

"Es wäre gut für die Formel 1, wenn der Name Schumacher wieder vertreten wäre. Aber überhaupt: Die neue, junge Generation an Rennfahrern macht Spaß", meint Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im Interview mit der "Sportbild". Mercedes hat bereits ein Auge auf den Nachwuchsmann mit dem berühmten Nachnamen geworfen. Mick Schumacher wird von Toto Wolff genau beobachtet. Ein schneller Aufstieg scheint nicht ausgeschlossen. "Wenn er nur annähernd so gut ist wie sein Vater, warum nicht?", so Ecclestone.

Der Name Schumacher könnte der Formel 1 vor allem im deutschsprachigen Raum mehr Aufmerksamkeit bescheren. Am Ende der Saison 2016 verabschiedeten sich neben Champion Nico Rosberg auch Jenson Button und Felipe Massa in den Ruhestand.

Aus Sicht des Vermarkters Bernie Ecclestone müssen die Lücken mit interessanten Persönlichkeiten gefüllt werden. "Ich bin froh, dass sie aus eigenem Antrieb heraus zurücktreten können", so der Brite.

Lob für Rosbergs "cleveren Kopf"

"In den alten Zeiten haben wir Piloten aus anderen Gründen verloren. Weil sie bei Unfällen getötet wurden", erinnert sich Ecclestone an die schmerzvollen Jahre mit zahlreichen Tragödien. Vor diesem Hintergrund seien die neuesten Rücktritte "freudige Ereignisse" für den Formel-1-Boss. Ecclestone hat höchsten Respekt vor der überraschenden Entscheidung von Nico Rosberg, sich nach dem Titelgewinn zurückzuziehen. "Den Titel hat er jetzt. Warum hätte er weitermachen sollen? Ich kann ihn verstehen."

"Indem er eine so mutige Entscheidung getroffen hat, hilft er der Formel 1", meint der Promoter. Der Weg, den Rosberg gewählt hat, zeigt aus Sicht von Ecclestone, "dass er einen cleveren Kopf auf seinen Schultern trägt.

Wie soll man es ihm übel nehmen, dass er sich nun nach etwas anderem sehnt im Leben? Das ist sehr erwachsen", so die Ansicht des Briten. Dass Hamilton auf eine Revanche verzichten muss, "kann ja nicht Nicos Problem sein".© Motorsport-Total.com GmbH