Im Vorjahr gerieten die Force-India-Streithähne Sergio Perez und Esteban Ocon mehrmals auf der Strecke aneinander. Das Team droht nun mit ungewöhnlichen Maßnahmen, sollten sich die Fahrer dieses Jahr nicht benehmen. "Wir haben viele Möglichkeiten, sie zu kontrollieren", so Betriebsleiter Otmar Szafnauer gegenüber 'Auto motor und sport'. "Entweder es gibt ein Überholverbot. Oder wir reißen einfach ein Siegel vom Getriebe, und der Fahrer wandert fünf Startplätze zurück."

Glaubt man dem US-Amerikaner mit rumänischen Wurzeln, dann würde Force India nicht davor zurückschrecken, das eigene Qualifying-Ergebnis mit einer Gridstrafe bewusst zu verschlechtern, um seine Fahrer zu maßregeln und ein Aufeinandertreffen der beiden auf de Strecke zu verhindern.

Szafnauer ist aber zuversichtlich, dass sich Perez und Ocon nach den Scharmützeln des Vorjahres nun besser im Griff haben und es zu keinen weiteren Komplikationen kommen wird: "Ich glaube, die beiden haben aus dem letzten Jahr gelernt. Sie sind reifer geworden. Ich erwarte keine Probleme."

Womöglich ist es das letzte Jahr, dass die beiden gemeinsam für das indische Team mit Sitz in Silverstone antreten. Das liegt aber nicht am Zündstoff der aktuellen Fahrerpaarung, sondern daran, dass die starke fahrerische Entwicklung von Mercedes-Junior Ocons auch Toto Wolff & Co. nicht entgangen ist.

"Wir haben einen Vertrag mit Esteban für 2019", meint Szafnauer, aber natürlich bestehe die Möglichkeit, dass Mercedes den 21-Jährigen in der kommenden Saison ins Werksteam holt. "Es ist nicht schön, einen Fahrer aufzubauen und auf ein bestimmtes Niveau zu bringen, und dann nimmt ihn dir ein größeres Team weg. Aber damit musst du leben", sieht er die Angelegenheit aber unsentimental. "Die Formel 1 ist kein Kindergeburtstag."© Motorsport-Total.com GmbH