Obwohl der Große Preis von Singapur erst um 20 Uhr Ortszeit startete, mussten die Formel-1-Piloten extrem viel schwitzen – kein Wunder bei Außentemperaturen von über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Einige der Piloten zahlten im Laufe des zwei Stunden dauernden Nachtrennens einen hohen Preis für ihre hart erkämpften Punkte.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, kämpfte sich Weltmeister Sebastian Vettel mit Magenkrämpfen über die Zielgerade und Ferrari-Pilot Fernando Alonso twitterte nach dem Rennen ein Bild seines malträtierten Fußes, wobei er das Cockpit mit einer Sauna verglich.

Am schlimmsten erwischte es den 21 Jahre alten McLaren-Piloten Kevin Magnussen, der nach seinem Debütrennen Berichten zufolge wegen Verbrennungen am Rücken medizinisch versorgt werden musste. Seine Versuche zu trinken wurden durch die extremen Temperaturen im Cockpit und die hohen Außentemperaturen vereitelt, die sein Trinkwasser fast zum Kochen brachten.

In der Safety-Car-Phase wurden die Extrembedingungen noch schlimmer, da die niedrige Geschwindigkeit den sonst kühlenden Fahrtwind verringerte. Um seinen Händen zumindest zeitweilig eine Auszeit von der Hitze zu gönnen, fuhr Magnussen auf manchen der Geraden einhändig, um seine andere Hand außerhalb des Cockpits abzukühlen.

McLaren-Chef Eric Boullier (40) zeigte sich ratlos: "Die Telemetrie zeigte keine Probleme an. Wir müssen herausfinden, was da los war."

Die Berichte über seine Verbrennungen spielte Magnussen später herunter und twitterte: "Übrigens: Ein paar Zeitungen berichten ich hatte Verbrennungen und wurde medizinisch behandelt. Das ist ein bisschen übertrieben. Mir war nur heiß und ich war durchgeschwitzt! :) #nichttot"

(flor)