Formel-1-Saison 2017: Alle Fahrer, Teams und Boliden

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Mercedes GP ist wieder der klare WM-Favorit: So wollen die Konkurrenten die Silberpfeile ausstechen.

Um Weltmeister zu werden, muss die Konkurrenz an Mercedes vorbei. Die Silberpfeile gelten auch in der neuen Saison als Top-Favoriten.
Ungewohnt: Zum ersten Mal seit dem Formel-1-Einstieg 2010 gibt es keinen deutschen Fahrer im Werksteam von Mercedes. Weltmeister Nico Rosberg hat seine Karriere beendet. Sein Nachfolger ist der Finne Valtteri Bottas (r). Der heißeste Favorit auf den WM-Titel ist Lewis Hamilton (l).
Sein Talent konnte Bottas schon in seinem alten Team Williams unter Beweis stellen. Jetzt sitzt er in einem siegfähigen Auto. Trotzdem trauen ihm Formel-1-Experten den WM-Titel noch nicht zu.
Laut Lewis Hamilton ist der neue Mercedes W08 das detaillierteste Formel-1-Auto der Geschichte. Besonders auffällig: der sogenannte "T-Flügel" am Heck des Boliden.
Ein bisschen retro: Wie in den 90er-Jahren sind die Autos zwei Meter breit. Auch die Reifen sind im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel größer. Dadurch sollen die Rundenzeiten bis zu fünf Sekunden schneller werden.
Red Bull will zurück an die Spitze der Formel 1. Chef-Designer Adrian Newey könnte ein Geniestreich gelungen sein. An der Nase befindet sich ein kleiner Lufteinlass. Wohin dieser führt, ist der Konkurrenz ein Rätsel.
An der Fahrerpaarung hat sich nichts geändert. Der Australier Daniel Ricciardo erwartet eine körperlich anstrengende Saison. Er will bis zum Ende um den Titel mitfahren.
Sein Teamkollege ist Max Verstappen. Der 19-Jährige gilt als "Weltmeister der Zukunft". Sein Vater Jos, selbst früher in der Formel 1 gefahren, hält seinen Sohn jedoch noch nicht für titelreif.
Die Verantwortlichen von Red Bull haben die Erwartungshaltung ein wenig gebremst. Erst zur Saisonmitte wäre man auf dem Niveau von Mercedes, meint Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko. Schuld daran ist auch der Renault-Motor, der nicht mit dem Aggregat von Mercedes mithalten kann.
Mit dem Wechsel zu Ferrari erfüllte sich Sebastian Vettel 2015 einen Kindheitstraum. Den WM-Titel konnte der Vierfach-Champion seitdem nicht mehr gewinnen. Bei den Tests in Barcelona hielt er mit den Mercedes mit.
Den letzten WM-Titel in der Fahrerwertung sicherte sich Ferrari im Jahr 2007. Der damalige Champion Kimi Räikkönen ist Vettels Teamkollege.
Die Sehnsucht nach dem Titel bei den Tifosi ist groß. Ob die Konkurrenz bald nur noch das Rücklicht der Ferraris sehen wird?
Force India will an die guten Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen. Im Team des Inders Dr. Vijay Mallya (m) gehen Sergio Perez (l) und Esteban Ocon (r) an den Start.
Besonders auffällig am neuen VJM10: Die Nase ist dreigeteilt, optisch ist das kein Hingucker. Laut Technikchef Andy Green soll damit aber mehr Luft unter das Auto gewirbelt werden. Ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
Einige Teams setzen am Heck auf die sogenannte "Haifischflosse". Damit erhoffen sich die Teams einen Vorteil in den Kurven. Kritiker sagen, dass dieser nur marginal sei.
Das Ziel von Team-Besitzer Vijay Mallya ist es, in dieser Saison zu den Top-3-Teams zu zählen. Eine klare Kampfansage an Red Bull, Ferrari und Mercedes.
Neben Ferrari feiert auch Williams ein Jubiläum: Seit 40 Jahren ist der Rennstall in der Formel 1 vertreten. In dieser Zeit gewann man neun Mal die Konstrukteurs- und sieben Mal die Fahrer-Wertung.
Williams gibt der Jugend eine Chance: Lance Stroll ist gerade mal 18 Jahre alt. Bei den Testfahrten in Barcelona setzte der aktuelle Formel-3-Champion den Boliden mehrfach ins Kiesbett.
Der Rücktritt vom Rücktritt: Als Mentor des jungen Lance Stroll wird Felipe Massa an den Start gehen. Obwohl er eigentlich am Ende der Saison seine Karriere beendet hatte, tauscht der Brasilianer seine Jogginghose gegen den Rennanzug ein. Der Grund: Valterie Bottas wechselte kurzfristig zu Mercedes.
Der FW40 setzt auch auf die "Haifischflosse". Zusätzlich soll der kleine T-Flügel für Abtrieb sorgen.
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