Mercedes-Pilot Lewis Hamilton ist zuversichtlich, dass es die Silberpfeile beim Kanada-Grand-Prix am kommenden Wochenende mit ihrem WM-Rivalen Ferrari aufnehmen können. "Hoffentlich sind wir in der Lage zu attackieren", blickt der Brite zwei Wochen nach dem Debakel von Monaco voraus und präsentiert sich optimistischer als Sportchef Toto Wolff, der gesagt hatte, dass seine Truppe "nicht länger der Favorit" auf den Sieg beim Rennen auf dem Circuit Gilles Villeneuve wäre.

An jüngsten Problemen die Reifen auf Temperatur zu bringen, soll Mercedes laut Hamilton gearbeitet haben, auch wenn eine universelle Lösung nicht gefunden worden zu sein scheint. Hinzu kommt, dass der Ex-Weltmeister erwartet, dass Konkurrent Sebastian Vettel auf Montreal-spezifische Updates am SF70H zurückgreifen kann: "Sie haben besondere Teile am Auto, was aber nicht heißt, dass wir es nicht mit ihnen aufnehmen könnten", rasselt Hamilton unbeeindruckt mit dem Säbel.

Weitere Zuversicht spendet die gute Kanada-Bilanz: Bei neun Auftritten auf der Ile de Notre-Dame siegte Hamilton fünfmal und stand immer auf dem Podium, wenn er das Ziel erreichte. Seinen ersten Formel-1-Triumph feierte er im Jahr 2007 an Ort und Stelle: "Es war ein wahnsinniges Erlebnis, auf dem Podest zu stehen und auf meinen Vater hinabzusehen. Er hatte das breiteste Lächeln, das ich in meinem Leben gesehen habe, auf dem Gesicht", lässt er Momente des Glücks Revue passieren.

Die Unterstützung der kanadischen Fans beschreibt Hamilton als einzigartig und besser als jemals zuvor: "Da ist eine Beziehung gewachsen. Die Zuneigung, mit der ich hier immer empfangen werde, ist spektakulär", schwärmt er. Auch die Strecke spiele ihm in die Karten: "Sie ist fast wie eine Kartbahn mit langen Geraden. Es bestehen Überholchancen und es lässt sich besser hinterherfahren. Das liegt meinem aggressiven Fahrstil", erkennt Hamilton Vorteile.© Motorsport-Total.com GmbH