Größer war die Hoffnung auf ein normales Leben für Michael Schumacher wohl nie. Ein früherer Arzt des Ex-Formel-1-Weltmeisters zeigt sich nach einem Besuch in Schumachers Haus optimistisch, dass sein ehemaliger Patient genesen könnte.

Jean-Francois Payen ist Intensivmediziner an der Klinik in Grenoble. Er hat Michael Schumacher nach dessen schwerem Skiunfall behandelt. Nach einem Besuch in Schumachers Haus in der Schweiz zeigt sich der Mediziner optimistisch, dass der Ex-Rennfahrer genesen könnte. Dem französischen Radiosender "RTL France" bestätigte Payen, dass es Schumacher bereits besser gehe. Auf die Frage nach einer möglichen Genesung seines ehemaligen Patienten, antwortete der Arzt: "Die Zeitachse beträgt ein bis drei Jahre."

Überzogene Hoffnungen dämpfte Payen im Interview mit "RTL France" jedoch: "Wir müssen ihm Zeit geben."

Vor allem Schumachers Frau Corinna sei eine große Hilfe für den ehemaligen Formel-1-Weltmeister. "Seine Frau hat alles getan, was es braucht, damit er Fortschritte macht", stellte Payen Corinna Schumachers Anteil am Genesungsprozess ihres Mannes noch einmal besonders heraus.

Schumacher hatte sich am 29. Dezember 2013 beim Skifahren oberhalb von Méribel eine schwere Kopfverletzung zugezogen und musste ins Koma versetzt werden. Anfang September hatte er die Rehaklinik in Lausanne verlassen. Seitdem wird seine Rehabilitation in seinem Haus in der Schweiz fortgeführt. (ska)