(ska) Ex-Weltmeister Michael Schumacher beendet nach der laufenden Saison endgültig seine Formel-1-Karriere. Das verkündete der 43-Jährige vor dem Großen Preis von Japan. Am 25. November wird Schumi in Brasilien das letzte Mal seine Runden ziehen.

"Obwohl ich immer noch konkurrenzfähig bin, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen. Wir haben nicht die Ziele erreicht, die wir uns gesteckt haben. Aber ich kann stolz sein auf das, was ich erreicht habe. Ich möchte mich bei Daimler, Mercedes-Benz, dem Team, meinen Ingenieuren und meinen Mechanikern für das Vertrauen bedanken, das sie mir geschenkt haben. Jetzt konzentriere ich mich auf das Ende der Saison. Ich möchte diese Rennen noch gemeinsam mit euch genießen", sagte Schumacher im Rahmen einer Pressekonferenz in Suzuka.

Ende September hatte Mercedes verkündet, den Vertrag von Michael Schumacher nach Ende der Saison nicht mehr verlängern zu wollen. Stattdessen verpflichtete der Rennstall Lewis Hamilton.

Schumi freut sich auf seine Freiheit

Schumacher selbst hatte seine Zukunft zunächst offen gelassen. Er war unter anderem als neuer Fahrer von Sauber ins Gespräch gebracht worden. Seine Managerin Sabine Kehm hatte Gerüchte über die Fortsetzung der Karriere des Rekordweltmeisters noch genährt. "Michael sitzt sicher nicht ohne Möglichkeiten da", sagte sie der "Bild am Sonntag". "Es ist im Augenblick noch viel zu früh, über konkrete Richtungen zu sprechen. Alles ist möglich."

Ausschlaggebend für Schumachers Karriereende war letztendlich, dass es für ihn immer schwieriger geworden sei, "die Motivation und die Energie aufrechtzuerhalten". Nun freue sich der scheidende Mercedes-Pilot auf seine Freiheit. So heißt es in der Abschiedserklärung, die Schumachers Management auf dessen Website veröffentlichte.

"Zeit für den Abschied"

Der deutsche Vorzeige-Fahrer blickt auf eine lange, erfolgreiche Karriere zurück. Mit sieben Weltmeister-Titeln ist Schumacher der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte. Insgesamt gewann er 91 Rennen. Bereits 2006 hatte Schumi schon einmal seinen Rücktritt erklärt, um dann im Jahr 2010 sein Comeback für Mercedes zu geben. Dort konnte er jedoch nie an vergangene Erfolge anknüpfen. Dennoch habe er es nie bereut, noch einmal in den Formel-1-Zirkus zurückgekehrt zu sein: "Ich kann zufrieden sein mit meiner Leistung der vergangenen drei Jahre und damit, dass ich es geschafft habe, mich kontinuierlich zu steigern. Aber irgendwann kommt die Zeit für den Abschied."