Die stärksten Bilder der Formel-1-Saison 2021

Die Formel 1 bestreitet ihre zweite Saison unter Corona-Bedingungen. Im Kalender stehen 23 Rennen, mehr als je zuvor in der Geschichte der Königsklasse des Motorsports. Wir zeigen Ihnen die besten Bilder der Saison 2021.

Der siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton feiert in seinem 269. Formel-1-Rennen seinen 97. Sieg. Es ist der zweite in der laufenden Saison. Ein Sonntags-Spaziergang aber ist der Triumph im portugiesischen Portimao für den Engländer nicht.
"Es war ein echt hartes Rennen", schildert Hamilton, rechts, anschließend die Strapazen, "körperlich, aber auch mental. Es war einfach, einen Fehler zu machen. Mein Start war nicht so gut und mein Re-Start war alles andere als gut." Beim Re-Start geht Hamiltons ärgster WM-Rivale, Max Verstappen (links), an dem 36-Jährigen vorbei. Der holt sich vier Runden später seinen zweiten Platz zurück, als Verstappen patzt.
Um jedoch letzten Endes wieder als Sieger auf dem Podest zu stehen und mit einer Champagner-Fontäne zu feiern, muss Hamilton auch an seinem Mercedes-Kollegen Valtteri Bottas vorbei. Der Schnellste des Qualifyings liegt nach dem ersten Start genauso in Front wie nach dem Re-Start, der die siebte Runde einläutet.
Bis zur 20. Runde von 66 Runden behauptet Bottas in seinem 159. Grand Prix die Führung. Dann schießt Hamilton an ihm vorbei. Und auch Verstappen kann Bottas nach seinem Boxenstopp in der 37. Runde nicht mehr hinter sich halten. Bottas wird Dritter, kassiert immerhin für die schnellste Rennrunde einen Extrapunkt. Der Finne weiß seinen eigenen Worten nach aber nicht, warum ihm der mögliche Sieg entglitten ist. Er weiß nur, dass ein finnischer Landsmann mit seinem Fahrfehler entscheidend Einfluss auf den Verlauf des Rennens genommen hat.
Dieser Landsmann Bottas' ist ein in Motorsportkreisen äußerst prominenter, der Weltmeister der Formel 1 von 2007: Kimi Räikkönen. Die Erfahrung des mittlerweile 40-jährigen "Iceman" verhindert nicht, dass er bereits in der zweiten Runde beim Überholen seines Teamgefährten Antonio Giovinazzi nicht weit genug ausholt. Räikkönen knallt mit seinem Frontflügel gegen das linke Hinterrad des Alfa Romeos des Italieners.
Mit seinem nun schwer lenkbaren Gefährt schießt Räikkönen auf das Kiesbett zu.
Aus dem gibt es für den einstigen Ferrari-Piloten kein Entrinnen mehr. Sein erster Ausfall in der laufenden Saison.
Räikkönens Bolide hängt am Haken des Bergungskrans ...
... und das von seinem Landsmann Bottas angeführte Feld für die darauf folgenden vier Runden hinter dem Safety Car fest.
Infolge seines missratenen Re-Starts ist Hamilton, links, gefordert, den harten Weg zurück an die Spitze zu nehmen. Verstappens Unachtsamkeit in der elften Runde öffnet Hamilton die Tür zum verspäteten Konter gegen den Niederländer.
In der 20. Runde ist auch Bottas fällig: Hamilton zieht mit Schwung am zweimaligen Vize-Weltmeister vorbei, der seinen Platz jedoch alles andere als kampflos hergibt. Ein teaminterner Crash aber bleibt aus.
Den ersten Mercedes-Doppelsieg der laufenden Saison verhindert Verstappen. Er wendet das taktische Mittel des sogenannten Undercuts an, des Überholens durch das passende Platzieren eines Boxenstopps. Verstappen kommt am Ende der 36. Runde rein, Bottas am Ende der 37.
Der Finne kehrt zwar mit einem knappen Vorsprung auf Verstappen auf die Piste zurück, hat ihn aber sofort im Nacken sitzen. Nach wenigen Metern zieht Verstappen vorbei und ist Zweiter. Er bleibt es bis ins Ziel - und auch in der WM-Wertung. In der führt Hamilton mit 69 zu 61 Punkten.
Null Zähler weist sie für Sebastian Vettel auf. Der viermalige Weltmeister spürt den heißen Atem eines Verfolgers, den von Mick Schumacher. Der Formel-1-Neuling mit dem prominenten Vater (Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher) heftet sich im Rahmen seines dritten Formel-1-Einsatzes zeitweise an die Fersen seines deutschen Landsmanns.
Vettel bekommt seinen neuen Dienstwagen, den Aston Martin, nach wie vor nicht wie gewünscht auf Touren. Schumacher bewegt sich mit seinem Haas in dieser Szene auf Augenhöhe mit Vettel. Der liegt nur zu Beginn des Rennens auf einem Rang, für den es WM-Punkte gibt.
Am Ende langt es für Vettel nur zu Rang 13, und das ist - nach zwei 15. Plätzen in Bahrain und San Marino - sogar noch das stärkste Saisonresultat des 33-Jährigen. Zu mehr reicht es nicht, auch, weil sich Vettel in der 56. von 66 Runden von Giovinazzi im verbliebenen Alfa Romeo überholen lassen muss.
Dahinter spielt sich - aus deutscher Sicht - in dieser Endphase des Rennens Historisches ab. Schumacher setzt Nicholas Latifi in dessen Williams rundenlang unter Druck.
Als sich der Kanadier vor einer Kurve verbremst, schlägt Schumacher zu und zieht vorbei. Es geht in diesem Moment vermeintlich nur um die Position 17 in einem Rennen, das 19 Fahrzeuge beenden. Für Schumacher aber ist es das erste gelungene Überholmanöver seiner Formel-1-Laufbahn. "Yes, yes!" ruft sein Renningenieur Gary Gannon begeistert über den Bordfunk.
Das Team, in dem Mick Schumachers Vater Michael seine größten Erfolge feierte und zur Legende aufstieg - die Scuderia Ferrari - verlässt Portugal mit den Plätzen sechs (für Charles Leclerc) und elf (für Carlos Sainz jr., im Bild). Ein enttäuschendes Resultat, vor allem für Sainz. Der Spanier startet von Platz fünf kommend klasse, überholt gleich Sergio Perez im Red Bull. Am Ende aber ist Perez Vierter - und Sainz nach einem verpatzten Re-Start nur Elfter. "Ich bin enttäuscht", bilanziert er. "Vor allem, weil ich weiß, dass wir heute viel mehr Punkte hätten holen können."
Seinen ersten Saisonsieg 2021 feiert in Imola der Niederländer Max Verstappen. Zum Auftakt in Bahrain dem Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton, rechts, noch knapp unterlegen, behält dessen großer WM-Herausforderer diesmal die Oberhand. Hamilton gratuliert ...