Zu fein für den Mannschaftsbus? Die Spieler des 1. FC Nürnberg wehren sich gegen diesen Vorwurf und nennen Gründe, warum sie lieber Geld für Flugtickets zahlen, anstatt mit dem Teambus zum Auswärtsspiel zum FC St. Pauli zu reisen.

Mehr als 600 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen Nürnberg und Hamburg - das ist den "Club"-Profis zu viel für eine Reise mit dem Mannschaftsbus. Stattdessen bedienen sie sich lieber an der Mannschaftskasse und zahlen für einen Flug in den hohen Norden. Am Freitag (18:30 Uhr) gastiert der Zweitligist im Liga-Duell beim FC St. Pauli.

Martin Bader, Manager des 1. FC Nürnberg, stufte diese Maßnahme seiner Profis am Montag als "Bequemlichkeit" ein. Dagegen wehren sich jetzt die Spieler. "Es geht nicht um Bequemlichkeit, sondern um Professionalität", zitiert die "Bild"-Zeitung Nürnbergs Verteidiger Javier Pinola: "Wir wollen einfach die beste Vorbereitung auf dieses Spiel. Schließlich ist die Saison - bei aller Enttäuschung - noch nicht vorbei."

Ähnlich äußert sich Kapitän Jan Polak: "Es geht hier nicht darum, dass wir zeigen, dass wir uns das leisten können. Wir wollen uns diese lange Anfahrt sparen, damit wir perfekt vorbereitet sind auf den FC St. Pauli. Die stehen unter Druck, werden gegen uns Gas geben und haben zu Hause zuletzt sehr gut gespielt. Dafür wollen wir fit sein."

Polak stellte aber auch klar, dass das Team "selbstverständlich" mit dem Bus wieder zurückreisen werde. (tfr)