Der TSV 1860 München steht nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga vor einem entscheidenden Tag im Kampf um die Existenz. Dem Verein fehlen offenbar 10 Millionen, Investor Ismaik soll für die Zahlung unerfüllbare Bedingungen stellen.

Bis Freitag muss 1860 München beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Einzahlung einer Millionen-Summe vorweisen, um das Spielrecht für die 3. Liga zu erhalten.

Im Fokus steht dabei Investor Hasan Ismaik, wie DFB-Vizepräsident Rainer Koch sagte. "Ismaik ist im Moment die Schlüsselfigur", stellte Koch, der auch Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) ist, im TV-Sender Sky Sport News HD klar.

Es sei offenkundig, dass "die Frage, ob die Bedingungen für die Erteilung der Lizenz in der 3. Liga erfüllt werden können, ausschließlich von ihm abhänge", ergänzte er und machte deutlich: "Wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden, gibt es keine Lizenz."

10 Millionen Euro bis Freitag fällig

Dem Vernehmen nach geht es um eine Summe von rund 10 Millionen Euro, die der jordanische Geschäftsmann aufbringen muss. Es hänge alles an Ismaik, "weil nur er in der Lage ist, bis Freitag, 15.30 Uhr, das nötige Geld bereitzustellen", sagte Koch weiter.

Verweigert Ismaik die Zahlung, droht 1860 nicht der Abstieg in die 3. Liga, sondern die Versetzung in die 4. Liga und damit in den Amateurbereich. Koch kündigte an, dass der BFV "gegebenenfalls auch Platz für eine 19. Mannschaft in der Regionalliga hätte".

Unterdessen berichtete die "Süddeutsche Zeitung", dass Ismaik vor der Abstiegs-Relegation gegen Jahn Regensburg (1:1/0:2) weitere Zahlungen für den Verein an teils unerfüllbaren Bedingungen geknüpft habe.

So habe der Milliardär, der ohnehin bereits die Mehrheit an den "Löwen" hält, noch deutlich mehr Macht gefordert.

Mit Verweis auf eine schriftliche Korrespondenz Ismaiks mit dem Verein und dem inzwischen zurückgetretenen Geschäftsführer Ian Ayre hieß es in der "SZ", der Investor wolle unter anderem ein Weisungsrecht des Stammvereins partiell abschaffen - was den Bundesliga-Statuten klar widerspreche.  © dpa