Arminia Bielefeld wird die Partnerschaft mit dem Fleischkonzern Tönnies beenden. Aufgrund des Corona-Ausbruchs in der Firma möchte der Bundesliga-Aufsteiger den Werbevertrag nicht verlängern.

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Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld wird die Partnerschaft mit dem Fleischkonzern Tönnies nach dem dortigen großen Corona-Ausbruch beenden. Das bestätigte der Club auf Anfrage.

"Der Werbevertrag mit dem Unternehmen Tönnies wird zum Ende dieser Spielzeit auslaufen", hatte die Arminia zuvor der "Neuen Westfälischen" (Freitag) erklärt. Aufgrund der aktuellen Ereignisse werde Arminia Bielefeld die werbliche Partnerschaft mit dem Unternehmen Tönnies nicht fortsetzen.

Mehr als 1.500 Beschäftigte infiziert

Tönnies ist seit Juli 2019 offiziell Partner des Zweitliga-Meisters. Über das genaue Engagement des Unternehmens ist nichts bekannt. Es gehört allerdings nicht zum "Bündnis Ostwestfalen", dem Zusammenschluss von Unternehmen, das Arminia aus einer prekären finanziellen Lage geholfen hat.

Beim Schlachtbetrieb der Firma Tönnies im westfälischen Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh hatten sich in den vergangenen Tagen mehr als 1.500 Beschäftigte nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Viele von ihnen leben im Nachbarkreis Warendorf.

Nach dem Corona-Ausbruch schränkten die Behörden das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh und auch im Nachbarkreis Warendorf massiv ein. Die Einschränkungen sollen bis zum 30. Juni bestehen bleiben.

Ablösung von Tönnies an der Spitze des Schalker Aufsichtsrates

Und auch vor den geplanten Fan-Protesten beim kriselnden Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 wird die Kritik an Aufsichtsratschef Clemens Tönnies lauter. "Clemens Tönnies wird als verantwortungslos wahrgenommen. Als Schalker schämt man sich mittlerweile für den Verein", sagte Katharina Strohmeyer, Mitorganisatorin der Proteste, der "Welt" (Freitag).

"Jedes Mal", wenn über die Vorkommnisse bei Tönnies-Fleisch berichtet werde, heiße es: "Tönnies, der Schalke-Boss." Das sei ein "riesiger Imageschaden", so Strohmeyer. Ziel sei die Ablösung von Tönnies an der Spitze des Schalker Aufsichtsrates. "Viele sagen: Endlich geht es los, endlich passiert etwas", sagte Strohmeyer. "Ich finde, der Verein gibt ein zunehmend desaströses Bild ab. Und im Laufe dieser Saison ist das Fass dann übergelaufen." (ff/dpa)

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